Biel: Stadtpolizei führt Drogenschnelltests ein
Aktualisiert

Biel: Stadtpolizei führt Drogenschnelltests ein

Immer mehr Verkehrsunfälle passieren nach dem Konsum von illegalen Drogen. Vor diesem Hintergrund führt die Stadtpolizei Biel Mitte Juli einen sogenannten Drogenschnelltest ein.

Mithifle eines vor Ort entnommenen Speichel- oder Schweissabstrichs kann eruiert werden, ob ein Verkehrsteilnehmer Drogen konsumiert hat. Ist das Testresultat positiv, wird Spitalzentrum von Biel Urin und Blut entnommen.

Die Tests werden laut Bieler Mitteilung von zahlreichen deutschen Bundesländern und der Polizei mehrerer Kantone bereits eingesetzt. Die Kantonspolizei Bern setzt seit Mitte 2000 auf einen Speicheltest, wie Sprecher Olivier Cochet auf Anfrage sagte. Pro Jahr würden rund 350 Tests durchgeführt.

Die Stadtpolizei Bern setzt standardmässig bisher erst einen Urintest ein. Er kann jedoch nur in der Polizeikaserne durchgeführt werden. Der Speicheltest wurde getestet, ob und wann er eingeführt wird, war nicht zu erfahren.

Gemäss Unfallstatistik der Kantonspolizei Bern waren im Jahr 2002 9,5 Prozent der Verkehrsunfälle im Kanton Bern auf die Einwirkung von Drogen zurückzuführen, 2003 waren es sogar 12 Prozent.

(sda)

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