Biel wieder A-klassig
Aktualisiert

Biel wieder A-klassig

Der EHC Biel hat es geschafft: Die Seeländer gewannen auch das vierte Spiel der Ligaqualifikation gegen Basel (3:2) und kehren nach 13 Jahren in die höchste Schweizer Liga zurück. Basel dagegen muss nach drei Jahren das Abenteuer NLA beenden und absteigen.

Um 21:52 Uhr stand das mit 7000 euphorischen Zuschauern gefüllte Bieler Eisstadion Kopf. Biel hatte den letzten Basler Ansturm überstanden und feierte ausgelassen die Promotion. Biel legte den Grundstein zum vierten Sieg in ebenso vielen Spielen im Mitteldrittel, als Marko Tuomainen und Mathieu Tschantré die Treffer zur wegweisenden 3:1-Führung erzielte. Basel kam durch Tore von Julian Walker zweimal wieder heran, zu mehr es reichte den Nordwestschweizern nicht mehr.

Basel hatte in den ersten Minuten eher mehr vom Spiel, jedoch ohne zu gefährlichen Torchancen zu kommen. Mit der ersten Basler Strafe (5. durch Sarault) fanden auch die Bieler ins Spiel; in der 9. Minute wurden sie gleich bei der ersten Möglichkeit in nummerischer Gleichzahl mit dem 1:1 durch Alain Miéville belohnt.

Die Bieler, die erstmals in dieser Serie mit zwei Ausländern spielten (Robert Burakovsky/Sd kehrte zurück), verdienten sich den vierten Sieg mit einer cleveren Spielweise. Das Team von Trainer Heinz Ehlers agierte defensiv praktisch fehlerlos und kam der Offensive mit dosiertem Risiko zum Erfolg. Der ehemalige SCB- Ersatzgoalie Marco Wegmüller erwies sich als sicherer Rückhalt und machte in der Schlussphase zahlreiche Basler Chancen zunichte. Vorne brachte vor allem die Linie um Topskorer Marko Tuomainen die Basler Verteidiger immer wieder in Bedrängnis.

Basel auf der anderen Seite hinterliess auch in Spiel 4 einen bedenklich schwachen Eindruck. Dem neuen Trainer Benoît Laporte gelang es wenig überraschend auch im zweiten Spiel unter seiner Ägide nicht (mehr), die völlig verunsicherte Mannschaft auf Kurs zu bringen. Immer wieder leistete sich die Equipe unnötige Strafen und Fehler, die zu gefährlichen Aktionen und Gegentreffern führte. Vor dem 0:1 liess Goalie Simon Züger den Puck nach vorne abprallen und beim 0:2 liess die Basler Verteidigung Tuomainen viel zu viel Raum für den (erfolgreichen) Abschluss.

Es schien, als hätten sich die Basler bereits vor dem Spiel mit dem Abstieg abgefunden. Erst nach Walkers 2:3 (41.) und nachdem die Bieler Kräfte langsam schwanden, begannen sie wieder an ihre Chance zu glauben. Die letzten beiden Minuten versuchten sie es mit einem zusätzlichen Feldspieler, doch auch diese Bemühungen fruchteten nichts. Biel rettete sich über die Zeit. «Ici c'est Bienne» sangen die Fans zum wiederholten Mal, bevor sie das Eisfeld stürmten und die Freinacht lancierten.

Biel - Basel 3:2 (1:0, 2:1, 1:1)

Eisstadion. - 7000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Prugger, Mauron/Rebillard.

Tore: 9. Miéville (Tuomainen, Brägger) 1:0. 26. (25:09) Tuomainen (Truttmann, Miéville) 2:0. 27. (26:25) Walker (Schnyder) 2:1. 29. Tschantré (Reber) 3:1. 41. (40:48) Walker (Nüssli, Papineau) 3:2.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel; 7mal 2 Minuten gegen Basel.

PostFinance-Topskorer: Tuomainen; Papineau.

Biel: Wegmüller; Kparghai, Fröhlicher; Gossweiler, Reber; Diethelm, Thommen; Tuomainen, Miéville, Brägger; Ehrensperger, Peter, Beccarelli; Korsch, Tschantré, Truttmann; Burakovsky, Wetzel, Pasche.

Basel: Züger; Lukas Gerber, Studer; Horak, Wüthrich; Collenberg, Gian Andrea Randegger; Della Rossa, Camenzind, Nüssli; Voegele, Papineau, Sarault; Rubin, Tschuor, Fuchs; Rieder, Walker, Schnyder.

Bemerkungen: Biel ohne Tremblay, Meyer, Kamerzin und Roland Gerber; Basel ohne Tschannen (freigestellt), Plavsic, Hudec, Bundi, Stalder, Boss (alle verletzt), Spiridonow, Duda, Hauer und Bloch (alle überzählig). - Timeout Basel (58:02), danach ohne Torhüter.

(si)

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