Mehr Amphibien in der Stadt: Bieler sollen Frösche und Kröten zählen
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Mehr Amphibien in der StadtBieler sollen Frösche und Kröten zählen

Amphibien sollen sich in Biel wohlfühlen und fleissig vermehren – denn die Bestände sind alarmierend geschrumpft.

von
cho
In Biel sind zurzeit 70 Prozent der einheimischen Amphibien gefährdet: Im Bild ein Laubfrosch.

In Biel sind zurzeit 70 Prozent der einheimischen Amphibien gefährdet: Im Bild ein Laubfrosch.

Keystone/Sigi Tischler

Das Seeland war vor nicht allzu langer Zeit ein idealer Lebensraum für Amphibien. Durch menschliche Eingriffe in die Landschaft wurden deren Bestände jedoch stark reduziert. Das ist laut den Bieler Stadtbehörden die Hauptursache dafür, dass heute von rund 20 einheimischen Amphibien deren 14 auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen.

Die Stadt Biel will dies ändern und auf ihrem Gebiet wieder mehr Amphibien wie Fröschen, Kröten, Unken oder Molchen einen Lebensraum bieten. Um den Tieren bessere Bedingungen zu verschaffen, muss man aber zuerst wissen, wo es wie viele von ihnen gibt. Die Stadt zählt dafür auf die Mithilfe der Bevölkerung.

Amphibien melden

Wer in der Stadt Biel und umliegenden Gemeinden in privaten oder öffentlichen Gärten, Parks, Gewässern oder Wäldern Amphibien entdeckt, soll dies melden, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Die Meldungen können über die Website webfauna.ch oder über ein städtisches Formular erfolgen.

Die Laichsaison beginnt im Frühling

Die meisten Amphibien können zur Fortpflanzungszeit, das heisst im Frühling, an ihren Laichgewässern gut beobachtet werden. Der beste Zeitpunkt ist jeweils abends in der Dämmerung.

Frühlaichende Arten wie der Grasfrosch, die Erdkröte oder Molche können schon (Ende Februar/Anfang März) beobachtet werden. Spät laichende Arten sind dagegen Gelbbauchunken, Wasserfrösche, Laubfrösche und andere. Sie sind ab Ende April und im Mai anzutreffen. (cho/sda)

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