Aktualisiert 05.07.2012 10:27

RaserunfallBielersee-Drama noch monatelang ungeklärt

Die Polizei rechnet im Fall des Bootsrasers auf dem Bielersee nicht mit schnellen Ergebnissen. Derweil gehen weitere Hinweise aus der Bevölkerung ein.

Mehr als drei Wochen ist es her, dass die 24-jährige Angela A. bei einem Raserunfall auf dem Bielersee ihr Leben lassen musste. Ein 74-jähriger Mann aus der Region wurde als Verdächtiger identifiziert. Doch noch ist kein Ende der Ermittlungen abzusehen. Laut der Polizei dürften sie noch Monate dauern. So seien auch die wissenschaftlichen Analysen noch nicht abgeschlossen, die am beschlagnahmten Boot des 74-Jährigen durchgeführt werden, sagte Florie Marion, Sprecherin der Berner Kantonspolizei, am Dienstag auf Anfrage.

Auch wenn das Bootsunglück in der Öffentlichkeit nicht mehr ganz so grosse Wellen wirft, bei der Polizei gehen nach wie vor Hinweise ein. Ob sich deshalb die Ermittlungen auch in eine andere Richtung bewegten, wollte die Polizeisprecherin nicht sagen.

Letzte Woche hatten die Ermittlungsbehörden bekannt gegeben, dass ein 74-jähriger Mann aus der Region Biel im Zentrum der Ermittlungen stehe. Er sei zwar am fraglichen Tag auf dem See gewesen, habe aber nichts Aussergewöhnliches festgestellt, liess der verdächtigte Bootsbesitzer umgehend durch seinen Anwalt mitteilen.

Bei dem Unglück kam eine junge Frau ums Leben. Sie war mit ihrem Partner auf einem Gummiboot auf dem Bielersee unterwegs. Als sich ein Motorboot mit hohem Tempo näherte, versuchten die beiden zunächst den Kapitän mit Rufen und Handzeichen auf sich aufmerksam zu machen. Als dies nicht gelang, retteten sie sich mit einem Sprung ins Wasser.

Während der Mann unversehrt wieder auftauchte, geriet die Frau offenbar in die Schraube des Motorboots und wurde tödlich verletzt. (sda)

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