19.09.2014 12:54

Umweltstudie Bier in Aludose ist grüner als in der Einwegflasche

Das dürfte Biertrinker überraschen: Bier in Aludosen belastet die Umwelt weniger als halb so stark wie solches in Einwegflaschen aus Glas.

von
Samuel Schläfli

Aluminium schneidet punkto Umweltbelastung besser ab als Einwegglas. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Bundesamts für Umwelt (Bafu), die die Ökobilanz verschiedener Getränkeverpackungen verglichen hat.

Zwar ist für die Gewinnung von Roh-Aluminium sehr viel Energie nötig. Für Aludosen muss jedoch nur wenig neues Rohmaterial eingesetzt werden, weil in der Schweiz über 90 Prozent des Metalls recycelt wird.

Den Testsieger gibt es hierzulande nicht

Das Recycling von Alu verbraucht ausserdem weniger Energie als das von Glas, da das Metall bereits bei viel tieferen Temperaturen schmilzt. Darüber hinaus benötigt eine neue Glasflasche viel mehr recyceltes Material: Um einen Liter Bier abzufüllen, wird gesamthaft über ein halbes Kilo Glas benötigt. Beim Alu reichen rund 30 Gramm.

Noch besser als Aludosen schneiden in der Ökobilanz Mehrweg-Glasflaschen ab, die nicht recycelt, sondern ausgewaschen und nochmals verwendet werden. Ausgerechnet den ökologischen Gewinner gibt es in der Schweiz kaum zu kaufen: Bier in PET-Flaschen. Denn in PET ist der Gerstensaft weniger lange haltbar als in Glas oder Alu.

Was sind UBP?

Mittels Vergabe sogenannter Umweltbelastungs-Punkte (UBP) kann verglichen werden, wie stark verschiedene Produkte der Umwelt schaden. Dabei werden unterschiedliche Aspekte wie Herstellung oder Transport bewertet: Je höher deren ökologische Belastung, desto mehr UBP.

«Wissen»

in 20 Minuten wird unterstützt durch die GEBERT RÜF STIFTUNG und die Stiftung Mercator Schweiz.

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