Bierlauf: Den Behörden sind die Hände gebunden
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Bierlauf: Den Behörden sind die Hände gebunden

Fast alle finden es schlecht, aber keiner kann etwas dagegen tun: Nach dem Massenbesäufnis am Bierlauf herrscht bei den Behörden Ratlosigkeit.

«Dieses Phänomen beelendet mich zutiefst», sagt Irène Renz, Leiterin Gesundheitsförderung Baselland zum Bierlauf vom 1. Mai. Dabei zogen rund 1500 alkoholisierte Jugendliche mit Bierharassen von Reinach in die Grün 80.

«Wir haben keinerlei Handhabe, um dagegen vorzugehen. Es ist ja nicht verboten, sich zu betrinken,» so Renz weiter. Vorgehen könne man nur gegen verbotene Begleiterscheinungen wie Urinieren in der Öffentlichkeit oder Umweltverschmutzung.

Ähnlich tönt es auch bei Polizeidirektorin Sabine Pegoraro: «Das ist ein gesellschaftliches Problem, das die Polizei nicht allein lösen kann.» Zudem entspreche es nicht dem Wunsch der Migros als Besitzerin der Grün 80, das Phänomen zu unterbinden.

Im Park selbst waren gestern 19 Personen mit Aufräumen beschäftigt. «Die Arbeit eines ganzen Jahres wurde an einem Tag zunichte gemacht», klagt Eric Ribstein, Leiter Gärtnerteam.

(lh/skn)

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