Kontrollschild-Auktion: Bieter ist bereit, für «BL 49» 13’666 Franken zu bezahlen

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Kontrollschild-AuktionBieter ist bereit, für «BL 49» 13’666 Franken zu bezahlen

Seit Montag bietet die Baselbieter Motorfahrzeugkontrolle (MFK) das Autokennzeichen «BL 49» zur Versteigerung an. Bis an Weihnachten kann der Preis nach oben getrieben werden.

von
Gandalf Weidemann
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Derzeit bietet die Motorfahrzeugkontrolle (MFK) des Baselbieter Kantons das Autokennzeichen «BL 49» zur Versteigerung an. 

Derzeit bietet die Motorfahrzeugkontrolle (MFK) des Baselbieter Kantons das Autokennzeichen «BL 49» zur Versteigerung an. 

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Nach sechs Geboten lag das Höchstgebot nach kurzer Zeit bereits bei 13’666 Franken.

Nach sechs Geboten lag das Höchstgebot nach kurzer Zeit bereits bei 13’666 Franken.

Sicherheitsdirektion MFK BL (Screenshot)
Die Auktion läuft noch bis Weihnachten.

Die Auktion läuft noch bis Weihnachten.

Google-Maps (Screenshot)

Darum gehts

  • Die Motorfahrzeugkontrolle BL hat seit Montag das Autokennzeichen «BL 49» mit einem Startpreis von 2920 Franken zur Auktion freigegeben.

  • Nach einem Tag und sechs Geboten wurden bereits 13’666 Franken geboten (Stand Montagabend).

  • Teilnehmen können all jene, die sich online registrieren, mindestens einen Franken höher als den Höchstpreis bieten und ein Auto angemeldet haben.

Seit Montag hat die Baselbieter Motorfahrzeugkontrolle (MFK) die einwöchige Auktion um das Autokennzeichen «BL 49» eröffnet. Bereits nach wenigen Stunden konkurrierten vier Bietende um das zweistellige Kennzeichen. Der Startpreis wurde bei 2920 Franken festgelegt. Am ersten Tag trieben vier Auktion-Teilnehmende den Preis nach oben. Bereits das sechste Gebot kratzte an der 15’000-Franken-Grenze. Eine Person unter dem Pseudonym «aberwarum3» ist gewillt, 13’666 Franken für «BL 49» zu bezahlen.

Tiefe Autokennzeichen lösen bei Auktionen regelrechte Hypes aus. Weshalb gewisse Autofahrerinnen und Autofahrer für ein Kontrollschild so viel Geld ausgeben, ist für viele unverständlich. «Fakt ist, dass auch in anderen Kantonen niedrige Kennzeichen begehrt sind», so Adrian Baumgartner, Sprecher der Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft. Das Höchstgebot des Kennzeichens «BL 850», das zeitgleich versteigert wird, liegt zurzeit bei 5500 Franken (Stand Montagabend).

Erst im November wechselte «ZH 100» für 226’000 Franken den Besitzer. «Für mich ist die ‹ZH 100›-Nummer kein zum Fenster rausgeschmissenes Geld, sondern ein Statussymbol und gute Werbung für die Firma», so der Geschäftsinhaber der Sportwagenvermietungsfirma «SC Sportscars» zu 20 Minuten.

Tiefe Nummernschilder sind auch beleibtes Diebesgut. Im Juni 2016 verschwand das Kennzeichen «BL 1», doch Besitzer Urs Keigel gab die Hoffnung nicht auf. Nach knapp fünf Jahren wurde ihm sein Schild 2021 anonym per Post zugestellt.

Letzten fünf Minuten entscheiden

Wer das Kennzeichen «BL 49» schlussendlich gewinnt, entscheidet sich in den letzten fünf Minuten der Auktion. Denn genau das ist die Zeit, die ein Höchstgebot vor dem Ende der Auktion bestehen muss, wie die Sicherheitsdirektion in einer Mitteilung schreibt. Sie trifft auch die Entscheidung darüber, mit welchem Preis die Schilder ins Rennen geschickt werden.

An der Aktion können alle teilnehmen, die sich online registrieren wollen, ein Auto angemeldet haben und ein Gegenangebot von mindestens einem Franken über dem letzten Höchstpreis machen.  

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