Aktualisiert 06.02.2008 21:13

«Big Joe» Ackermann: Ein Pianist wird sechzig

Seine Markenzeichen sind das
strahlende Lächeln und
der akkurate Scheitel:
Josef «Joe» Ackermann,
Schweizer Chef der
Deutschen Bank, ist
60 Jahre alt.

Vor drei Jahren hätten ihn die Deutschen am liebsten mit Schimpf und Schande verjagt: Sein Victory-Zeichen beim Mannesmann-Prozess um Millionenabfindungen für Ex-Manager wurde zum Symbol der Arroganz.

Die Finanzkrise aber macht den Schweizer Banker nun vom Buhmann zum Retter: Laut Ackermann muss die Deutsche Bank «nur» 3,5 Milliarden Franken abschreiben. Hartnä-ckig hält sich aber das Gerücht, die Bank habe mehr Geld in den Sand gesetzt. Die heutigen Zahlen sollen Klarheit bringen – auch für sein Erfolgsimage.

Ackermanns «Tellerwäscherkarriere» begann 1977 bei der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA). Der einstige Pfadi, der sein erstes Geld mit Maikäfersammeln verdient haben soll, wohnt in Zürich, New York, London und Frankfurt, hat eine Tochter, singt klassisch und spielt hobbymässig exzellent Klavier.

Markus Kick

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