Bigleys Familie wendet sich an Entführer
Aktualisiert

Bigleys Familie wendet sich an Entführer

Die britische Botschaft in Bagdad hat rund 50.000 Flugblätter mit einem Aufruf der Familie des entführten Kenneth Bigley in Bagdad verteilt.

Dabei wenden sich die Angehörigen sowohl an die Entführer als auch an die Einwohner, wie das britische Aussenministerium am Freitag mitteilte. Die Zettel wurden demnach im Westteil Bagdads verteilt, wo der Brite und die beiden mittlerweile ermordeten Amerikaner Eugene Armstrong und Jack Hensley vorige Woche entführt worden waren.

Auf dem Flugblatt steht unter anderem: «Wir sind die Familie von Ken. Seine Mutter, Brüder, seine Frau und sein Kind lieben ihn sehr. Wir appellieren an Ihre Hilfe und warten darauf, dass er nach Hause zurückkehrt. Wir appellieren an diejenigen, die ihn von uns genommen haben, ihn bitte unversehrt zu uns zurückzubringen.» Auf dem Flugblatt ist ferner eine Telefonnummer angegeben, unter der Hinweise gemacht werden können.

Am Donnerstag wandten sich sowohl die 86-jährige Mutter des Entführten als auch dessen thailändische Ehefrau über die Medien an die Kidnapper und flehten um Gnade. Nur Stunden nach dem Aufruf wurde die Mutter in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch Bigleys Sohn und die beiden Brüder sind an die Öffentlichkeit gegangen. Die Gruppe Tauhid und Dschihad um den mutmasslichen jordanischen Terroristenführer Abu Mussab el Sarkawi hat die Freilassung inhaftierter Irakerinnen gefordert. (dapd)

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