Bignasca lässt Prozess platzen
Aktualisiert

Bignasca lässt Prozess platzen

Der für Dienstag angesetzte Prozess gegen Lega-Präsident Giuliano Bignasca, der sich wegen Aufrufs zur Entfernung von Radaranlagen verantworten muss, ist geplatzt. Bignasca wirft dem Einzelrichter Voreingenommenheit vor.

Konkret geht es um eine angebliche Freundschaft zwischen dem verstorbenen Vater von Stefani und dem CVP-Grossrat Giovanni Frapolli. Diesen hatte die Lega in den vergangenen Wochen wegen mutmasslichen Schummeleien bei der Beschaffung von Subventionen heftig unter Beschuss genommen.

Vor diesem Hintergrund könne Stefani nicht objektiv urteilen, schrieb Bignasca am Sonntag in seiner Parteizeitung «il Mattino». Am Montag liess der Lega-Präsident seinen Worten dann Taten folgen.

Er beantragte beim Gericht, dass sich ein anderer Richter mit dem Fall befasse. Die Rekurskommission muss nun entscheiden, ob dieses Anliegen erfüllt wird. Der für Dienstag angesetzte Prozess wird deswegen verschoben, wie ein Gerichtssprecher am Montag auf Anfrage sagte.

Beschwerde gegen Busse von 6000 Franken

Bignasca muss sich vor dem Einzelrichter wegen seines Aufrufs zur Entfernung von Radaranlagen verantworten. Gegen den von der Staatsanwaltschaft erlassenen Strafbefehl über 6000 Franken hatte er Beschwerde eingereicht.

Der 62-jährige Bauunternehmer und Patron der Protestpartei ist bereits mehrfach vorbestraft, und zwar wegen Drogendelikten, Verleumdung, Verletzung der Anti-Rassismus-Norm, Betrug und Urkundenfälschung. (dapd)

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