«not amused»: Bikini-Krise im Bundeshaus
Aktualisiert

«not amused»Bikini-Krise im Bundeshaus

Der Aare-Schwumm sorgt in der Bundesverwaltung für eine Bikini-Krise: Journalisten dürfen ihre Badesachen nicht mehr auf Fenstersimse legen.

von
Adrian Müller
Nicht ästhetisch: Badesachen auf Fenstersimsen (Symbolbild).

Nicht ästhetisch: Badesachen auf Fenstersimsen (Symbolbild).

Über Mittag in die Aare: Eine Abkühlung gönnen sich derzeit viele Bundeshaus-Journalisten. Danach lassen einige jeweils ihre Badesachen auf den Fenstersimsen und Balkonen des Bundesmedienzentrums trocknen. Beamte des vis-à-vis gelegenen Bundeshaus-West waren angesichts der vielen Bikinis «not amused»: Wie die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet, hat der Sicherheitsverantwortliche der Bundeskanzlei nach Beschwerden aus dem Departement des Äusseren inter­veniert. Der Grund: Bei offiziellen Besuchen sei der Anblick von Badeshorts und Tüchern an den gegenüberliegenden Fenstern «nicht optimal».

Laut einem Angestellten des Medienzentrums, der anonym bleiben möchte, handelt es sich bei den Übeltätern um SRG-Mitarbeiter, die zwischen dem 1. und 3. Stock angesiedelt sind. «Wir machen deswegen aber keine Bikini-Kontrollen – und Sanktionen drohen den Sündern auch keine», so der Mitarbeiter. Die Medienschaffenden nehmen die am Anschlagbrett angebrachte Rüge gelassen: «Wir werden deswegen keine Weisungen wegen Wäscheleinen erlassen», sagt Eva Novak, Präsidentin der Vereinigung der Bundeshausjournalisten.

Auch das benachbarte Luxushotel Bellevue duldet übrigens keine Bikinis auf Fenstersimsen: «Unsere Zimmermädchen entfernen Badesachen umgehend», so Direktor Urs Bührer.

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