Super League: Bilanz: Ein Überflieger, ein Rüpel, ein Verlierer
Aktualisiert

Super LeagueBilanz: Ein Überflieger, ein Rüpel, ein Verlierer

Ein Viertel
der Saison in der Super League ist gespielt.
20 Minuten zieht eine erste Bilanz über die Tops und Flops der Liga.

von
Andy Huber/Peter Berger

Die Rückkehrer:

Die meisten hatten ihn nach seinem Wüstentrip abgeschrieben. Doch Hakan Yakin straft alle Kritiker Lügen, buchte für die Überflieger aus Luzern bisher drei Tore und drei Assists. Wichtig auch: Der Regisseur übernimmt intern Verantwortung und zeigt keine Star-Allüren. Abgehoben hat auch Johan Vonlanthen beim FCZ nicht. Vier Tore in der Meisterschaft, drei auf dem Weg in die Champions League – kein Wunder will der Meister die Option auf ihn bei Red Bull Salzburg einlösen.

Der Verlierer:

Kein Geld, der Absturz in den Tabellenkeller – die Hoppers sind ganz unten. Sinnbildlich für die Krise ist die Situation von Ricardo Cabanas. Der einst so stolze Nati-Star wurde von Trainer Ciriaco Sforza zum Reservisten degradiert und kam im Derby nach knapp einem Monat erstmals wieder zu einem Teileinsatz. Welch eine Schmach für den sensiblen Spielmacher!

Die Farce:

Erst wurden der FCZ und der FCB für die Randale beim Match vom 17. Mai von der Liga mit Geisterspielen bestraft. Dann verscheuchte die Disziplinarkommission des Verbandes die Gespenster und verhängte lediglich Geldbussen. Welch eine Farce – mit dieser Kuscheljustiz kriegt man die Gewalt in den Stadien nie in den Griff.

Die Entdeckung:

Mit Mario Gavranovic hatte keiner gerechnet. Mit der Referenz von 43 Partien in der Challenge League (je acht Tore für Lugano und Yverdon) kam der 19-Jährige zu Xamax und schlug voll ein: sechs Tore und drei Assists. Das Gute: Der Kroate spielt für die Schweiz. In der U21-Auswahl erzielte er ein Tor in fünf Länderspielen.

Das Ärgernis:

Einen der­artigen Ausraster, wie ihn sich Franco Costanzo geleistet hat, will niemand sehen. Der FCB-Goalie zerrte Teamkollege Beg Ferati wutentbrannt an den Haaren. Zur allgemeinen Überraschung reduzierte die Liga im Rekursverfahren das Strafmass noch um eine auf zwei Spielsperren.

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