Shitstorm: Bild von Giraffen-Jägerin empört das Netz
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ShitstormBild von Giraffen-Jägerin empört das Netz

Vor fünf Jahren erlegte Rebecca Francis eine Giraffe. Heute erhält die 41-Jährige Morddrohungen. Auslöser war ein Tweet des Schauspielers Ricky Gervais.

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dia
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Dieses Bild von Rebecca Francis empörte das Netz.

Dieses Bild von Rebecca Francis empörte das Netz.

Rebecca Francis / Blog
Der Schauspieler und Tierschützer Ricky Gervais twitterte es und regte sich über die Jägerin auf.

Der Schauspieler und Tierschützer Ricky Gervais twitterte es und regte sich über die Jägerin auf.

Keystone/Hannah Mckay
Die 41-Jährige rechtfertigte sich damit, dass Dorfbewohner sie gebeten hätten, das Tier zu erlegen.

Die 41-Jährige rechtfertigte sich damit, dass Dorfbewohner sie gebeten hätten, das Tier zu erlegen.

Rebecca Francis / Blog

Bären, Zebras oder Elche hat Rebecca Francis schon erlegt. Auf ihrem Blog berichtet sie mit Fotos und Videos von ihren Jagdausflügen. Nun hat die US-Amerikanerin mit einem Bild, welches sie lächelnd neben einer toten Giraffe zeigt, das Netz empört. Das Foto entstand bereits vor fünf Jahren in Afrika. Francis erlegte das Tier mit Pfeil und Bogen, wie weitere Bilder auf ihrem Blog zeigen.

Den Schauspieler und bekennende Tierschützer Ricky Gervais empörte dies dermassen, dass er das Bild twitterte. Er regte sich darüber auf, dass man «ein solch schönes Tier töten kann» und danach «danebenliegt und lacht». Der Post ist in der Zwischenzeit über 34'000-mal geteilt worden.

Morddrohungen ausgesprochen

Die 41-jährige Jägerin erntete daraufhin einen Shitstorm. So twitterte eine Frau: «Nur Psychopathen können stolz darauf sein, ein wehrloses Tier zu erschiessen.» Während ein anderer meint: «Sie sind eine Schade für die Menschheit.»

Neben persönlichen Angriffen wurden sogar Morddrohungen gegen die dreifache Mutter ausgesprochen. So schrieb beispielsweise ein User: «Ich weiss, es ist sehr heuchlerisch von mir, aber für dieses Bild will ich dich verdammt nochmal erschiessen.»

Auftrag von Dorfbewohnern

Auf der Seite «HuntingLife» rechtfertigte sich Francis damit, dass sie auf Verlangen getötet habe. So hätten Dorfbewohner sie gebeten, das Tier zu erlegen, «das von einem jüngeren und stärkeren Bullen aus der Herde ausgestossen wurde und ohnehin dem Tode sehr nahe war». Sie habe eigentlich nie vorgehabt, eine Giraffe zu töten.

Das Fleisch habe die Dorfbewohner versorgt, es sei jeder einzelne Teil des Tiers verwertet worden. «Sogar aus dem Schwanz hat man Schmuck hergestellt.» Sie bereue es keine Sekunde und sei glücklich, «Teil einer solch guten Sache zu sein» .

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