Diese Autos haben die grössten Screens

An den 56 Zoll grosse MBUX Hyperscreen von Mercedes-Benz kommt kein anderer Autohersteller ran. 

An den 56 Zoll grosse MBUX Hyperscreen von Mercedes-Benz kommt kein anderer Autohersteller ran. 

Mercedes-Benz
Publiziert

XXL-ScreensBildschirme in Autos werden immer grösser

Klassische Knöpfe und Tasten sucht man in modernen Autos meist vergebens. Hochmoderne Bildschirme sind das Nonplusultra – und sie werden immer grösser. 

von
Isabelle Riederer / A&W Verlag

Digitale Bildschirme, ob berührungsempfindlich oder nicht, haben die Art und Weise, wie wir mit unseren Fahrzeugen interagieren, grundlegend verändert. Nicht alle diese Interaktionen sind ein Fortschritt – das Ändern der Klimaanlage bei Tempo 60 auf der Autobahn durch Antippen eines winzigen Symbols bleibt sowohl ärgerlich als auch gefährlich. Die Automobilhersteller setzen heute auf immer grössere Bildschirme im Innenraum, die fast alle physischen Knöpfe und Tasten ersetzen, die früher dieselbe Aufgabe erfüllten. In einer Welt, in der es eindeutig auf die Grösse ankommt, sind dies die grössten Bildschirme, die derzeit in der Branche erhältlich sind.

9. Tesla: Center Touchscreen (15 Zoll)

Tesla

Tesla war einer der Pioniere des riesigen Touchscreens, der bei der Einführung der Model S-Limousine die meisten physischen Bedienelemente ersetzte. Heute verfügen der kleinere Crossover Model Y und die Limousine Model 3 über 15-Zoll-Touchscreens. Diese horizontalen Touchscreens sind hell und reaktionsschnell, doch ob das Einstellen der Aussenspiegel tatsächlich über den Bildschirm funktionieren muss, darüber lässt sich streiten. Denn selbst Fahrer und Fahrerinnen mit den ruhigsten Händen empfinden die Schnittstelle manchmal als störend, obwohl sie für Aufgaben wie die Anzeige von Navigationskarten hervorragend geeignet ist.

8. Ford: Touchscreen mit Sync4A (15,5 Zoll)

Ford

Die beiden vielversprechendsten Elektroautos von Ford, der F-150 Lightning und der Mustang Mach-E, haben beide 15,5 Zoll grosse Touchscreens. Das verleiht dem Innenraum beider Modelle ein Hightech-Gefühl. Allerdings ist der 15,5-Zoll-Bildschirm nur beim Mach-E serienmässig, während die unteren Ausstattungslinien des F-150 Lightning mit einem kleineren Bildschirm ausgestattet sind. Beide Systeme arbeiten mit der benutzerfreundlichen Sync4A-Software von Ford. Funktionen wie kabelloses Apple CarPlay und Android Auto sind Standard, und der Bildschirm im Hochformat ist im Allgemeinen leicht zu bedienen. Ford hat ausserdem einen cleveren Weg gefunden, einen grossen, physischen Lautstärkeregler in den Touchscreen zu integrieren, so dass zumindest eine der häufig genutzten Innenraumfunktionen bedient werden kann, ohne dass man den Blick von der Strasse nehmen muss.

7. Rivian: Center Touchscreen (16 Zoll)

Rivian 

Die Autohersteller haben die Elektrofahrzeuge genutzt, um die neuesten Technologien einzuführen. Im Fall des Rivian R1T Pickup befindet sich in der Mitte des Armaturenbretts ein 16-Zoll-Touchscreen. Leider hat sich Rivian dafür entschieden, eine eigene Schnittstelle zu verwenden, so dass Apple CarPlay und Android Auto nicht verfügbar sind. Auch der Rest der Benutzeroberfläche ist nicht so ausgefeilt, wie man es von einem brandneuen Fahrzeug erwarten würde. 

6. Porsche: Gebogenes Display (16,8 Zoll)

Porsche

Nur wenige andere Hersteller können mit der gleichbleibend hohen Attraktivität eines Autos mit dem Porsche-Zeichen mithalten, obwohl die deutsche Marke nicht unbedingt als Vorreiterin in Sachen Technik im Auto bekannt ist. Der Taycan war aber ein grosser Schritt nach vorne. Dieses sportliche Elektroauto hat ein wunderschönes, gebogenes 16,8-Zoll-Display, das so konfiguriert werden kann, dass es verschiedene Dinge anzeigt, z. B. Navigationskarten oder die eigene Musikwiedergabeliste. Zusammen mit einem 10,9-Zoll-Touchscreen, einem sekundären 8,4-Zoll-Touchscreen für die Klimasteuerung und einem verfügbaren 10,9-Zoll-Touchscreen für den Beifahrer bietet der Taycan insgesamt eine beachtliche Bildschirmfläche, die jedoch für jemanden, der bisher ein älteres Porsche-Modell gefahren ist, einschüchternd wirken kann.

5. Tesla: Center Touchscreen (17 Zoll)

Tesla

Tesla ist mit dem Model X und dem Model S gleich zweimal in dieser Liste vertreten. Beide Modelle verfügen über einen grossen 17-Zoll-Touchscreen, der kürzlich aktualisiert wurde. Das System verfügt über alle Tesla-Spielzeuge wie die Möglichkeit, Filme anzusehen und Games zu spielen. Natürlich muss alles über diesen Bildschirm eingestellt werden, egal, ob es sich um die Klimaregelung, das Radio oder die Sitzeinstellungen handelt. Selbst das Schalten in den Vorwärts- oder Rückwärtsgang ist eine Aufgabe, die auf das Display verlagert wurde. Mit der Zeit wird es intuitiver, aber wir ziehen es immer noch vor, wenn einige Bedienelemente physisch vorhanden sind.

4. BMW: Kino-Bildschirm (31 Zoll)

BMW

Es gibt zwar auch andere Displays auf dieser Liste, die grösser sind, aber sie vereinen mehrere Bildschirme in einem einzigen Gehäuse. Technisch gesehen ist der neue 31-Zoll-BMW-Theaterbildschirm der grösste einzelne, ununterbrochene Bildschirm in einem neuen Fahrzeug. Er wurde als neues Feature für die Fondpassagiere in der neuen 7er-Reihe und im i7 eingeführt, und seine technischen Daten lassen selbst den eingefleischtesten Technikfreaks das Wasser im Munde zusammenlaufen. Der Bildschirm senkt sich automatisch vom Dach herab und das schillernde Touch-Display hat eine Auflösung von bis zu 8K und etwa 8000 x 2000 Pixel pro Bildschirmsäule. 5G-Konnektivität und Amazon-Fire-TV-Integration sorgen für zusätzlichen Spass. Der Bildschirm kann ausserdem für den optimalen Blickwinkel geneigt werden. Zusammen mit einem High-End-Surround-Sound-System von Bowers & Wilkins Diamond und der Möglichkeit, den hinteren Teil der Kabine auf Knopfdruck abzudunkeln, ist der Theater Screen von BMW der neue Massstab für Unterhaltung im Auto.

3. Lucid: Glass Cockpit (34 Zoll)

Lucid Air

Der Innenraum der Lucid Air Limousine lässt das Tesla Model S im Vergleich dazu ziemlich kahl erscheinen. Obwohl der Air ganz schön futuristisch und minimalistisch daherkommt, herrscht im Innern eine wärmere Gesamtatmosphäre. Der Fahrer oder die Fahrerin sieht sich einem atemberaubenden, schwebenden 34-Zoll-5K-Display gegenüber, dem sogenannten Glass Cockpit. Diese Schnittstelle ist in eine zentrale Anzeige, die in ein Bedienfeld auf der linken Seite und einen Infotainment-Bildschirm auf der rechten Seite unterteilt ist. Ein zweiter, niedrigerer Bildschirm, das sogenannte Pilot Panel, befindet sich weiter unten und steuert unter anderem die Klimaeinstellungen. Während die Bildschirme schön anzusehen sind, hat sich die Software allerdings bei einigen frühen Exemplaren als etwas träge erwiesen.

2. Cadillac: Gebogenes OLED-Display (38 Zoll)

Cadillac

Wie Lucid kombiniert auch Cadillac im neuesten Escalade mehrere Displays in einer einzigen Einheit. Mit einer Gesamtgrösse von 38 Zoll ist das gebogene OLED-Display eine Welt für sich, die sich von allem unterscheidet, was Cadillac bisher gemacht hat. Wie viele dieser riesigen Displays wirkt es zunächst ein wenig überwältigend. Glücklicherweise ist es Cadillac gelungen, ein intuitives Setup mit logischen Menüs zu schaffen, das durch gestochen scharfe Grafiken und schnelle Reaktionen ergänzt wird. Der 16,9-Zoll-Touchscreen befindet sich in der Mitte des Armaturenbretts, aber es gibt auch einen physischen Drehknopf weiter unten.

1. Mercedes-Benz: MBUX Hyperscreen (56 Zoll)

Mercedes-Benz

BMW mag zwar den grössten einzelnen, ununterbrochenen Bildschirm in einem Auto haben, aber nichts sieht so spektakulär aus wie der 56-Zoll-Hyperscreen von Mercedes-Benz, der in der EQS 580 Limousine serienmässig ist. Das Layout besteht aus einem 12,3-Zoll-Display für den Fahrer oder die Fahrerin, einem 17,7-Zoll-Touchscreen in der Mitte und einem 12,3-Zoll-Display auf der Beifahrerseite. Manche halten den Hyperscreen für übertrieben, aber er verschiebt die Grenzen der Digitalisierung im Auto wie keines der anderen Fahrzeuge in dieser Aufzählung. Das zentrale und das beifahrerseitige Display verwenden OLED-Technologie, die die Klarheit bei verschiedenen Lichtverhältnissen verbessert. Schade ist, dass beim Hyperscreen Streaming-Dienste wie Netflix und die Integration von Amazon Fire TV fehlen. Dennoch ist es das visuell beeindruckendste Layout, das derzeit auf dem Markt zu finden ist. 

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