Bildungsoffensive der CVP
Aktualisiert

Bildungsoffensive der CVP

Die CVP Schweiz hat an der Delegiertenversammlung in Näfels mit 200 zu 0 Stimmen die Ja-Parole zum Bildungsrahmenartikel beschlossen.

Der Bildungsrahmenartikel will für mehr Koordination unter den Kantonen sorgen. Vorgesehen ist die Harmonisierung von Schuleintritt, Dauer und Zielen von verschiedenen Bildungsstufen sowie die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen. Der Bund kann Vorschriften erlassen, wenn sich die Kantone nicht einigen.

Die am 21. Mai zu Abstimmung kommende neue Bildungsverfassung soll auch die Voraussetzungen schaffen, «dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit des schweizerischen Bildungswesens erhöht wird», wie der Zuger Ständerat Peter Bieri in Näfels erklärte.

Deiss: Bildung näher an Wirtschaft

Mit der Bildungsverfassung werde die Basis für ein verbessertes Bildungssystem auf allen Stufen gelegt, sagte Volkswirtschaftsminister Joseph Deiss vor den CVP-Delegierten.

Deiss plädierte für eine sechsprozentige Erhöhung des Rahmenkredits für Bildung, Forschung und Innovation für die Jahre 2008 bis 2011. Dabei will er das Geld vermehrt im Wettbewerb vergeben. Nötig sei auch eine bessere Vernetzung der Schulen.

Laut Deiss muss die Bildung noch näher an die Wirtschaft herangeführt werden, «ohne das humanistische Bildungsideal zu verleugnen». Beispielsweise sollten Kinder früher eingeschult und Jugendliche besser auf die Arbeitswelt vorbereitet werden.

Der Austausch zwischen Hochschulen und Wirtschaft müsse noch intensiver werden. Auch Unternehmertum und Leistungsbereitschaft müssten auf allen Stufen gefördert werden, sagte der Bundesrat.

Deutschland setzt auf Innovation

Die Bedeutung von Innovation für den Wohlstand einer Nation betonte Annette Schavan (CDU), Deutschlands Ministerin für Bildung und Forschung. Schavan erklärte, dass Deutschland sechs Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren werde.

Ganz Europa müsse sich gemäss der Lissabon-Strategie als Innovationsstandort etablieren. «Wir müssen ein El Dorado für die besten Forscher aus anderen Kontinenten werden», sagte Schavan. In der Wissenschaft müsse Exzellenz gezielter gefördert werden.

Ausserdem müssten wissenschaftliche Erkenntnisse rascher in der Arbeitswelt umgesetzt werden. Insgesamt brauche eine erfolgreiche Innovationsgesellschaft ein intellektuell lebendiges Klima, das auch Geisteswissenschaften und Ethik berücksichtige.

(dapd)

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