Bildungspolitik: Kantone rüffeln Bund

Aktualisiert

Bildungspolitik: Kantone rüffeln Bund

Die kantonalen Erziehungsdirektoren haben ihre Kritik an den bildungspolitischen Plänen des Bundesrats bekräftigt.

Ihre Präsidentin, die Freiburger Staatsrätin Isabelle Chassot, sprach vor den Medien in Bern von einem bedenklichen Desengagement des Bundes. Konkret ging es um eine Ankündigung des Staatsekretariats für Bildung und Forschung, dass der Bundesrat das Berufsbildungs- und das Fachhochschulgesetz anpassen will. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) sieht darin ihren Verdacht belegt, dass der Bundesrat seine gesetzliche Verpflichtung zur Mitfinanzierung der Berufsbildung und der Fachhochschulen reduzieren will.

Schon mehrfach hatten EDK- und Fachhochschulvertreter den Bundesrat dafür kritisiert, dass er den Kredit für Bildung, Forschung und Innovation (BFI) in den Jahren 2008 bis 2011 jährlich nur um 4,5 Prozent erhöhen will. Laut der EDK würde der Bund damit nicht mal den Status quo sichern, der ebenfalls schon unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Finanzierungsanteil liegt. Die EDK verlangt deshalb ein jährliches Wachstum des BFI-Kredits von acht Prozent und hofft dabei auf die Unterstützung des Parlaments. (dapd)

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