Aktualisiert 18.05.2005 21:41

Bill Clinton in Bern: Promis mussten Schlange stehen

Schweiz-Besuch im Eiltempo: «Das war wirklich eine interessante Fahrt», scherzte Ex-US-Präsident Bill Clinton gestern nach der Ankunft in Bern.

Gelandet war Bill Clinton in Zürich und wurde über die Autobahn nach Bern zum Alpensymposium im Kursaal chauffiert. Um rasch durch den Feierabendverkehr zu kommen, wurden sogar einige Strassen gesperrt.

Bevor Clinton vor rund 500 Zuhörern seine Rede über die Weltlage hielt und dabei auch seinen Nachfolger kritisierte, schüttelte er eifrig Hände. Dazu mussten die Promis aus Politik und Wirtschaft aber Schlange stehen. «Das ist ja fast wie beim Papst», sagte Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät nach der Kurz-Audienz. Der Clinton-Kult soll auch noch Geld für einen guten Zweck bringen: Das Grand Casino Kursaal will den Stuhl, auf dem Clinton sass, über Ebay versteigern.

Am meisten Freude hatte Clinton an einem kleinen blonden Jungen, der im Foyer auf den einst mächtigsten Mann der Welt wartete. Spontan schlug er mit dem Bub die Hände zu einem «High Five» zusammen.

Enttäuscht sind dagegen Berns Lädeli-Besitzer: Der Stadtbummel fiel ins Wasser. «Clintons Leute haben mich getröstet», sagt Antiquitäten-Händler Matthias Ritschard, bei dem der Ex-Präsident ursprünglich stöbern wollte. «Maybe next time, vielleicht klappts beim nächsten Mal.»

Alessandro Meocci, Philipp Probst

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