Bill Clinton: Interne Ausmerzung schadet nicht
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Bill Clinton: Interne Ausmerzung schadet nicht

Eine Fortsetzung des knappen Rennens um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Demokraten schmälert nach Ansicht von Expräsident Bill Clinton die Chancen der Partei bei der Wahl im November nicht.

Clinton wies damit Äusserungen von Anhängern des Bewerbers Barack Obama zurück. Sie hatten Clintons Frau Hillary nahegelegt, angesichts ihres Rückstands bei den Delegiertenstimmen aus dem Rennen auszuscheiden, da sie sonst der Partei schade.

Es gebe die Vorstellung, dass die lebhafte Debatte darüber, wer der beste Präsident wäre, die Partei im Herbst schwäche, sagte Bill Clinton am Sonntag beim Parteitag der kalifornischen Demokraten in San Jose. «Beruhigt euch. Wir werden diese Wahl gewinnen, wenn wir uns einfach entspannen und jeden zu Wort kommen lassen», sagte er. An dem Parteitag nahmen auch viele der sogenannten Superdelegierten teil, deren Votum für die Kandidatur letztlich entscheidend sein könnte. Von den 65 bislang nominierten kalifornischen Superdelegierten haben sich 29 auf Clinton und 13 auf Obama festgelegt. Mehr als 20 sind noch unentschieden.

Obama stimmt unterdessen nicht in den Chor von Parteifreunden ein, seine Rivalin solle sich aus dem Rennen um die Kandidatur zurückziehen. «Meine Einstellung ist: Senatorin Clinton kann so lange kandidieren, wie sie will», erklärte Obama am Wochenende. Clinton machte vor jubelnden Anhängern bei einem Wahlkampfstopp klar, dass sie keineswegs an einen Verzicht denke. Bislang hat Obama für den Nominierungsparteitag im August 1.623 Delegiertenstimmen gesammelt, bei Clinton sind es 1.499. (dapd)

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