Aktualisiert 19.08.2009 14:58

USABill Clinton rapportiert Obama

Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat US-Präsident Barack Obama über seine Nordkorea-Reise von Anfang August Bericht erstattet. Bei dem Treffen im Weissen Haus waren neben Obama auch hochrangige Aussenpolitiker und Geheimdienstvertreter anwesend.

Clintons Frau, US-Aussenministerin Hillary Clinton, habe sich an dem Treffen vertreten lassen, teilte Obamas Sprecher Robert Gibbs mit. Wie im Vorfeld der Begegnung verlautete, wollte sich Obama unter anderem ein Bild vom Gesundheitszustand des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il verschaffen, der laut Gerüchten einen Schlaganfall erlitten haben soll.

Hillary Clinton sagte am Dienstag, die aus der Reise resultierenden Erkenntnisse ihres Mannes seien «extrem hilfreich» gewesen - «ein Fenster zu dem, was in Nordkorea vor sich geht».

Bill Clinton sich auf seiner Reise in Nordkorea für die Freilassung der beiden inhaftierten US-Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee stark gemacht. Seine Mission gelang, die beiden Frauen wurden begnadigt und durften mit ihm in die USA zurückkehren.

Das Weisse Haus hatte anschliessend betont, Clintons Besuch sei eine Privatangelegenheit gewesen. Der frühere US-Präsident war in Pjöngjang aber auch mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il zusammengetroffen. Nach nach seiner Rückkehr in die USA äusserte er sich nicht öffentlich über seine Gespräche.

Weiteres Treffen

Nach Bill Clintons Besuch in Pjöngjang steht am Mittwoch ein weiteres Treffen zwischen einem hochrangigen US-Politiker und Vertretern des kommunistisch regierten Nordkorea bevor: Der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaates New Mexico, Bill Richardson, werde sich in Santa Fe mit zwei nordkoreanischen Diplomaten treffen, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP.

Der hochrangige nordkoreanische Diplomat Kim Myong Gil habe um das Treffen gebeten und werde mit einem Stellvertreter zugegen sein. Es handle sich um eine Delegation der nordkoreanischen Vertretung bei den Vereinten Nationen.

Die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea sind derzeit äusserst angespannt. Pjöngjang hatte die Sechs-Nationen-Gespräche über sein Atomprogramm aufgekündigt und Ende Mai einen zweiten Atombombentest vorgenommen. Nordkorea zeigte sich anschliessend zu direkten Gesprächen mit den USA bereit, Washington verwies jedoch auf die Sechser-Gespräche als geeignetes Forum.

(sda)

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