Bill Murray ist eine coole Crew wichtiger als Gage
Aktualisiert

Bill Murray ist eine coole Crew wichtiger als Gage

Hollywood-Star Bill Murray («Lost in Translation») ist eine coole Filmcrew wichtiger als eine hohe Gage.

«Von talentierten und freundlichen Menschen umgeben zu sein, das ist neben dem Skript mein einziges Kriterium bei der Wahl von Projekten», sagte der 54-jährige Amerikaner der Zeitschrift «Cinema».

Die Genres Horror und Science Fiction sind nichts für ihn. Bill Murray sagte: «Mir erschliesst sich nur selten, wo die künstlerische Perspektive von Horrorfilmen sein sollte.» Die Hauptrolle des schmierigen Ex-Polizisten im Science-Fiction-Film «Strange Days» (1995) überliess er Ralf Fiennes: «Das wäre ein interessanter Richtungswechsel in meiner Karriere gewesen, doch ich fand einfach keinen Zugang zu der Geschichte», erklärte Murray. «Und visueller Wahnsinn allein motiviert mich nun mal nicht zum Mitmachen.»

In den 90er Jahren habe er entschieden, dass er kein Filmstar mehr sein wolle. «Wer berühmt wird, verhält sich für ein oder zwei Jahre wie ein Arschloch», sagte Murray. «Der plötzliche Kick des Ruhms ist stärker als die Vernunft, und ich war als junger Mann keine Ausnahme.» Nach zwei Jahren sollte man aber wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet sein, sonst bliebe man sein Leben lang ein prominenter Idiot, sagte der 54-Jährige.

Sein neuer Film «Die Tiefseetaucher» läuft am 17. März in Deutschland an. Bill Murray stellt einen Ozeanographen dar: «Es macht Spass, einen Individualisten ausserhalb sozialer Normen zu spielen.» Die Dreharbeiten vor der italienischen Küste seien der härteste Job seines Lebens gewesen, erklärte der Schauspieler. Auf dem Meer könne es nachts kälter werden als in Chicago im Winter. «Ich wurde krank vor Heimweh und fühlte mich am Set wie im Gefängnis. Danach habe ich beschlossen, das mich Produzenten nicht mehr dafür bezahlen müssen, dass ich als Schauspieler arbeite, sondern dass ich überhaupt einen Fuss vor die Tür setze.» (dapd)

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