Billag: Haben Sie sich angemeldet?
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Billag: Haben Sie sich angemeldet?

Wer seine Radio- und Fernsehempfangsgeräte nicht anmeldet, macht sich strafbar. Jetzt sollen sich auch jene bei der Billag AG melden, die gar keine solchen Geräte haben.

Mitte September flatterte Reto S. ein Brief der Billag AG, der Schweizerischen Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren, ins Haus. «Melden Sie sich an, wenn auch Sie Geräte haben, die technisch in der Lage sind, Radio- oder Fernsehprogramme zu empfangen», wird darin gefordert, «wenn Sie keine Geräte haben, bitten wir Sie, uns das ebenfalls mitzuteilen.»

Hier hört für Reto der Spass auf. Seit Jahren bezahlt er regelmässig die Empfangsgebühren. Zwar ist er selbst nicht namentlich bei der Billag AG registriert, weil die Rechnungen an seine Partnerin adressiert sind, mit der er zusammen wohnt. Trotzdem sieht er nicht ein, weshalb er den seitenlangen Fragebogen ausfüllen soll.

Alles zum Vorteil des Kunden

«Das ist eine Massnahme zum Vorteil des Kunden», erklärt Billag-Mediensprecher Jonny Kopp gegenüber 20minuten.ch. «Wir verschicken regelmässig Mailings, in denen wir die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass die Anmeldung von Geräten für Radio- und Fernsehempfang Pflicht ist. Wer sich nicht anmeldet, macht sich gemäss Radio- und Fernsehgesetz strafbar.»

Die Mitteilung, dass jemand keine Geräte hat, erlaubt es der Billag, diesen Kunden künftig keine solchen Mailings mehr zu schicken. Niemand sei verpflichtet, das Formular auszufüllen, so Kopp weiter, «man muss dann einfach damit rechnen, dass man wieder Post von der Billag AG erhält.»

Tina Fassbind, 20minuten.ch

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