Erster Saisonsieg der Westschweizer - 38-Sekunden-Tor, Traum-Freistoss und Billard-Bonatini – Lausanne siegt
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Erster Saisonsieg der Westschweizer38-Sekunden-Tor, Traum-Freistoss und Billard-Bonatini – Lausanne siegt

Lausanne empfing am Sonntagnachmittag die Grasshoppers. Die Westschweizer wollten endlich den ersten Sieg in der Saison holen. Was sie auch schafften.

von
Nils Hänggi

Hier ist er zu sehen, der Traum-Freistoss.

blue

Darum gehts

  • Am Sonntagnachmittag spielte Lausanne gegen die Grasshoppers.

  • Zwischen den beiden Teams entwickelte sich eine attraktive Partie.

  • Lausanne schaffte es, den Sieg über die Zeit zu retten.

GC ist stark in die Saison gestartet. Ganz im Gegensatz zu Lausanne. Während die Grasshoppers nach dem ersten Drittel der Saison mit bereits 13 Punkten und erst zwei Niederlagen auf sehr gutem fünftem Rang stehen, schaffte es Lausanne nicht, gegen einen der neun Super-League-Clubs zu gewinnen. Gegen gar keinen. Fünf Mal verloren die Westschweizer, vier Mal holten sie immerhin ein Remis. Konnte sich das Team von Ilija Borenovic nach der Nati-Pause fangen?

Diese Frage, sie lässt sich kurz und knapp beantworten. Mit Ja. Lausanne gewann gegen GC mit 3:1. 38 Sekunden waren gespielt, als das Heimteam in Führung ging. Mahou flankte den Ball ins Zentrum, die Zürcher schienen noch zu schlafen. So kam Amdouni völlig frei zum Kopfball und nickte zur Führung ein. Und der Horror-Start war für GC noch nicht vorbei. Nach acht Minuten war es Puertas, der mit einem Traum-Freistoss das 2:0 für Lausanne schoss. Die Lausanner schienen sich wahrlich in der Nati-Pause gefangen zu haben!

Es folgte ein attraktives Hin und Her. Beide Teams suchten beständig den Weg nach vorne. GC wollte den Anschlusstreffer erzielen, Lausanne das 3:0 und somit wohl die Vorentscheidung schiessen. Ein Tor wollte jedoch bis zur Pause nicht mehr fallen. Auch wenn GC immer mehr zur spielbestimmenden Mannschaft wurde. Richtig spannend wurde es so erst wieder nach der Halbzeit.

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Puertas schoss das 2:0 für Lausanne. Er traf per Traum-Freistoss. 

Puertas schoss das 2:0 für Lausanne. Er traf per Traum-Freistoss.

Pascal Muller/freshfocus
Zuvor traf Amdouni bereits 38 Sekunden.

Zuvor traf Amdouni bereits 38 Sekunden.

Pascal Muller/freshfocus
Hier zu sehen: Puertas, wie er nach seinem Tor zum 3:1 
jubelt.

Hier zu sehen: Puertas, wie er nach seinem Tor zum 3:1
jubelt.

Pascal Muller/freshfocus

Margreitter verschuldet Penalty

Zunächst kassierte Chafik die Gelb-Rote Karte nach einem wiederholten Foul. Dann beging Suzuki in der 67. Minute im eigenen Strafraum ein Handspiel – völlig unnötig, da völlig unbedrängt. Kurz: Es war ein Blackout des Japaners! Und dennoch: Bonatini nahm das Geschenk fast nicht an. Nur mit viel Glück versenkte der GC-Spieler den Ball. Sein Schuss prallte vom rechten Pfosten an den linken, von dort ins Tor. Ein richtiger Billard-Treffer! Nur noch 1:2 für Lausanne.

In der Folge merkte man: Die Zürcher glaubten wieder so richtig an ein Remis, vielleicht sogar an einen Sieg. Doch Margreitter war es, der die Hoffnung zunichte machte. Der GC-Verteidiger foulte Outtara, riss ihn in der 77. Minute zu Boden. Schiri Bieri zeigte sofort auf den Punkt, der VAR bestätigte ihn in seiner Meinung. Puertas liess sich die Chance nicht nehmen und haute den Ball zum 3:1 ins Tor.

Der grösste Pechvogel ist ein Lausanner

Bei diesem Resultat blieb es. Lausanne feierte den ersten Saisonsieg in der Super League. Dass die Westschweizer nun seit 23 Pflichtspielen immer mindestens ein Tor kassierten, dürfte ihnen indes egal sein. «Es war ein Dämpfer, doch wir sind immer noch ein Aufsteiger», sagte nach der Partie GC-Coach Giorgio Contini gegenüber blue. «Wir werden jetzt aber nicht den Kopf in den Sand stecken und alles analysieren. Jetzt kommt das Derby, darauf freuen wir uns!»

«Jetzt ist er endlich da. Wir mussten viel zu lange auf den Sieg warten. Nach zehn Minuten stand es 2:0 für uns. Doch wir wussten: Die Partie geht noch 80 Minuten. Die Erleichterung ist riesig, dass wir den Sieg über die Zeit brachten», meinte dagegen ein sichtlich glücklicher Lausanne-Captain Stjepan Kukuruzović.

Pechvogel der Partie war derweil Joel Geissmann. Der Lausanne-Profi konnte acht Monate lang nicht spielen, gab gegen GC sein Comeback. Und was passierte? Zwei Minuten nach der Einwechslung musste er bereits wieder verletzt runter.

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