Billettautomaten statt Schalterpersonal

Aktualisiert

Billettautomaten statt Schalterpersonal

In 10 bis 15 Jahren soll es auf noch rund 200 der landesweit rund 760 SBB-Bahnhöfe bediente Billettschalter geben.

Das bedeutet, dass bis in einem Jahrzehnt auf etwa 140 weiteren Stationen Automaten das Schalterpersonal ablösen werden.

Die Zeitung «Blick» veröffentlichte am Montag eine Liste mit 141 gefährdeten Bahnhöfen. Die Zeitung hatte laut ihren Angaben die Situation aller bedienten SBB-Bahnhöfe zusammen mit Experten beurteilt. SBB-Sprecher Roland Binz bestätigte zwar die Zahl, gab aber keinen Kommentar zu der Liste ab.

Wegen der rollenden Planung sei es nicht möglich, Namen zu nennen, sagte Binz. Es handle sich um Einschätzungen des «Blick». Den Takt für die Schliessung der Schalterfenster gebe die Automatisierung von Bahnstrecken an.

Diese wiederum sei von den verfügbaren Mitteln abhängig. Bevor das Schalterpersonal abgezogen werde, werde mit den betroffenen Gemeinden für jeden Bahnhof nach Alternativen gesucht, erklärte Binz. Beispiele seien der Billettverkauf durch einen Stationshalter oder die Zusammenarbeit mit der Post und Ladenketten.

Ende 2003 waren gemäss Angaben von Binz 348 der rund 760 SBB- Bahnhöfe bedient. Auf 305 Stationen verkaufen SBB-Angestellte die Fahrkarten und auf 43 Stationen Dritte.

Bis Ende dieses Jahres würden auf schätzungsweise rund 20 Bahnhöfen die Schalter geschlossen, sagte Binz. Zu Entlassungen komme es wegen der Automatisierungen nicht. Zugleich würden bis Ende Jahr voraussichtlich 17 neue Stationen und Haltestellen eröffnet. (sda)

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