Aktualisiert 18.05.2016 13:10

Zürcher VerkehrsverbundBillette und Abos sollen um 3 Prozent aufschlagen

Ausbau des Angebots, höhere Trasseepreise und Sparprogramm des Kantons: Darum will der ZVV die Billett- und Abopreise auf Dezember um durchschnittlich 3 Prozent erhöhen.

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Ein Billett im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds lösen soll ab Dezember durchschnittlich 3 Prozent mehr kosten.

Ein Billett im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds lösen soll ab Dezember durchschnittlich 3 Prozent mehr kosten.

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Grund für die Preiserhöhung ist unter anderem das Sparprogramm des Kantons Zürich.

Grund für die Preiserhöhung ist unter anderem das Sparprogramm des Kantons Zürich.

Keystone/urs Flueeler
Der ZVV muss deshalb selber sparen und den Angebotsausbau drosseln, wie ZVV-Direktor Franz Kagerbauer kürzlich sagte.

Der ZVV muss deshalb selber sparen und den Angebotsausbau drosseln, wie ZVV-Direktor Franz Kagerbauer kürzlich sagte.

Keystone/Alessandro Della Bella/Archiv

Der Preis für ein ermässigtes Einzelbillett für Kurzstrecken soll im nächsten Jahr um 4,5 Prozent von heute 2,20 auf 2,30 Franken steigen. Zonenbillette in Zürich und Winterthur dagegen sollen lediglich um 2,3 Prozent teurer werden, wie der ZVV am Mittwoch mitteilte.

Bei den Jahresabonnementen und 9-Uhr-Monatsabonnementen ist ein Preisanstieg von 3,1 Prozent vorgesehen. Ein Jahresabonnement alle Zonen kostet damit statt 2160 neu 2226 Franken, ein 9-Uhr-Monatsabonnement ebenfalls für alle Zonen 134 statt 130 Franken.

Stadt-Jahresabo neu 782 statt 756 Franken

Aufgehoben werden soll der Rabatt, den Junioren im ZVV auf Mehrfahrtenkarten und Tageswahlkarten erhalten. Die Preise für Monatsabonnemente für alle Zonen werden hingegen leicht um 0,8 Prozent erhöht. Ein Jahresabonnement für 1 bis 2 Zonen in den Städten Zürich und Winterthur soll statt 756 neu 782 Franken kosten.

Für alle Kurse der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) auf dem Zürichsee und der Limmat wird zum bestehenden Fahrausweis ein Zuschlag von 5 Franken erhoben. Kinder bis 6 Jahre sowie Familien, die mit Kinder- oder Enkelkarten reisen, zahlen keinen Zuschlag. Für Pendler soll der ZSG-Schiffszuschlag als persönliche Monats- und Jahreszuschlagskarte angeboten werden.

ZVV muss Beitrag an Sparprogramm leisten

Im vergangenen Jahr war trotz des grössten Angebotsausbaus in der Geschichte des ZVV auf eine Tarifanpassung verzichtet worden. Nun sei jedoch eine «massvolle Steigerung» der Tarife nötig, schreibt der ZVV. Die Einnahmen durch zusätzliche Fahrgäste könnten die Mehrkosten nicht allein decken.

Hinzu komme eine weitere Erhöhung der Trasseepreise für die Benützung der Eisenbahninfrastruktur. Der Bundesrat hat diese bereits 2011 beschlossen. Diese führen im ZVV-Gebiet ab 2017 zu einer Mehrbelastung von rund 6 Millionen Franken. Ausserdem müsse der ZVV auch zum Sparprogramm des Regierungsrates einen Beitrag leisten.

Zu den geplanten Tarifanpassungen hat der ZVV eine Vernehmlassung gestartet. Bis Mitte Juni können Gemeinden, Verkehrsunternehmen und regionalen Verkehrskonferenzen Stellung nehmen. Endgültig über die Preiserhöhungen befinden werden der Verkehrs- und der Regierungsrat. (sda)

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