Nino Niederreiter: «Bin immer extrem stolz, für unser Land zu spielen»
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Nino Niederreiter«Bin immer extrem stolz, für unser Land zu spielen»

Sie bringen NHL-Power in den Nati-Sturm. Nino Niederreiter und Sven Andrighetto machen Hoffnung auf eine gute WM.

von
Marcel Allemann

Nino Niederreiter über die bisherige Saison und die bevorstehende WM. (Video: Marcel Allemann)

Statt ihre NHL-Trikots tragen sie nun das Schweizer Kreuz auf der Brust. Nach dem Out im Playoff sind Nino Niederreiter (Minnesota) und Sven Andrighetto (Colorado) an der am Freitag beginnenden WM in Kopenhagen unsere Aushängeschilder im Sturm.

Für Niederreiter ist es bereits das fünfte WM-Turnier. Die Nati ist für ihn eine Herzensangelegenheit. «Wenn ich die Chance habe, zu kommen, dann komme ich immer. Ich bin extrem stolz, für unser Land spielen zu können», sagt der Churer. Er sei auch enorm motiviert.

Niederreiters schwierige Saison

Niederreiter hat noch etwas vor, denn in der bisherigen Saison lief es für ihn nicht nach Wunsch, der 25-Jährige spielte seine statistisch schwächste Saison (18 Tore, 14 Assists) seit seiner Ankunft in Minnesota 2013. «Es war eine schwierige Saison mit einigen Verletzungen, und auch das Puck-Glück war nicht auf meiner Seite. Doch ich kann es nicht mehr ändern, sondern muss nach vorne schauen.» Und das ist nach Kopenhagen.

Dort wird er mit seinem Churer Kumpel Enzo Corvi im selben Sturm auflaufen, dazu kommt der formstarke Grégory Hofmann. «Herrlich ist das. Ich freue mich sehr darauf, endlich mal wieder mit Enzo zusammenspielen zu können», sagt Niederreiter. Das letzte Mal sei dies bei den Minis des EHC Chur der Fall gewesen, glaubt Niederreiter. «Es ist wirklich schon sehr lange her.»

Andrighetto will «Erwartungen nicht zu hoch hängen»

Zum zweiten Mal nach 2016 ist Andrighetto im Schweizer WM-Kader. Der Zürcher überzeugte damals und hat sich seither nochmals weiterentwickelt. Zuletzt sorgte er mit dem entscheidenden Tor zum 2:1-Sieg im fünften Playoff-Spiel gegen Nashville für Furore. «Auch wenn wir danach in Spiel 6 ausschieden – es war das bislang wichtigste Tor meiner Karriere, denn es gab uns eine weitere Chance», so Andrighetto.

Auch er wurde nach einem guten Saisonstart von einer Verletzung zurückgeworfen. «Man will so rasch wie möglich zurück sein, doch dann dauerte es zweieinhalb Monate, das war schon frustrierend. Und nach meiner Rückkehr dauerte es einen Moment, bis ich den Rhythmus wieder fand.»

Doch inzwischen ist die Form zurück, entsprechend gross sind die Vorfreude auf und die Erwartungen an ihn. Doch der 25-Jährige winkt ab: «Ich halte nichts davon, die Erwartungen zu hoch zu hängen. Die Gefahr, dass man dann enttäuscht, ist mir zu gross. Ich möchte mich auf meine Leistung konzentrieren, und wenn ich diese bringe, dann weiss ich auch, dass ich dem Team helfen kann.»

Andrighetto gehört zwar noch nicht zu den Routiniers in der Branche, aber eines hat er gelernt: «Wenn wir als Team keine gute WM haben, dann wird auch niemand über mich sprechen. Doch wenn wir als Team überzeugen, dann wird man auch über einzelne Spieler sprechen. Das Team steht im Vordergrund, erst recht an einem solchen Turnier.»

Auch Berra, Müller und Kukan spielten in der NHL

Neben Niederreiter und Andrighetto sind mit Goalie Reto Berra (Anaheim) sowie den Verteidigern Mirco Müller (New Jersey) und Dean Kukan (Columbus) drei weitere Spieler in Dänemark mit von der Partie, die in dieser Saison in der NHL zum Einsatz kamen. Im letzten Jahr an der WM in Paris war mit Denis Malgin (Florida) lediglich ein NHL-Spieler dabei.

Natürlich hat Nati-Trainer Patrick Fischer auch weiterhin ein Auge nach Übersee und schaut, wie sich die NHL-Viertelfinals entwickeln, ob allenfalls Timo Meier (San Jose), Roman Josi oder Kevin Fiala (beide Nashville) zeitnah noch frei werden.

WM in Dänemark (4. bis 20. Mai) Gruppe A (in Kopenhagen):

WM in Dänemark (4. bis 20. Mai) Gruppe A (in Kopenhagen):

WM in Dänemark (4. bis 20. Mai) Gruppe A (in Kopenhagen):

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