Sicherheit gefährdet: Bin Laden-Bilder bleiben unter Verschluss

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Sicherheit gefährdetBin Laden-Bilder bleiben unter Verschluss

Aufnahmen von Osama bin Ladens Leiche werden weiterhin nicht gezeigt. Eine Klage auf Veröffentlichung von 52 Bildern und Videos wurde abgewiesen.

von
hag

Ist Osama bin Laden wirklich tot? Diese Frage beschäftigt weiterhin Teile der amerikanischen Bevölkerung. Bilder und Videos, die nach der Tötung bin Ladens durch ein US-Sonderkommando in Abbottabad gemacht wurden, könnten die Frage möglicherweise beantworten. Dieser Meinung ist zumindest Judicial Watch, eine konservative amerikanische Stiftung, die sich nach eigenen Angaben, für mehr Transparenz in Politik und Justiz einsetzt.

Judical Watch hat deshalb Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Die Geheimhaltung der Bilder und Videos des toten Al-Kaida-Führers würde gegen das Informationsfreiheitsgesetz (Freedom of Information Act) verstossen. Nach diesem Gesetz hat jeder US-Bürger das Recht, Zugang zu Dokumenten der Regierung der Vereinigten Staaten zu erhalten.

Klage erneut abgewiesen

Wie die Hufftington Post berichtet, habe das US-Justizministerium die Existenz von 52 Fotos und Videos bestätigt. Die Bilder sollten der Öffentlichkeit jedoch nicht zugänglich gemacht werden, da ansonsten Gewaltakte gegen im Ausland lebende amerikanische Staatsbürger und Rückschlüsse auf die US-Geheimdienstarbeit zu befürchten seien. Alle Bilder und Dokumente seien als geheim eingestuft worden und nicht zur Veröffentlichung gedacht. Das Justizministerium habe das Gericht diese Woche aufgefordert, die Klage von Judical Watch abzuweisen.

Politische Motive der US-Regierung?

Der Präsident von Judical Watch, Tom Fitton, vermute eine «politische Entscheidung» der Obama-Administration dahinter. Sie wolle das in der Bevölkerung bestehende Bin-Laden-Image nicht zerstören. «Wir sollten unsere Gesetze für mehr Transparenz nicht über Bord werfen, nur weil wir ein paar Terroristen beleidigen könnten», so Fitton weiter. «Die historischen Belege für Osama bin Ladens Tod sollten dem amerikanischen Volk zugänglich gemacht werden, wie es das Gesetz verlangt.»

Schon zuvor hatte die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf den «Freedom of Information Act» die US-Behörden angefragt, Bilder und Kopien eines DNA-Tests, die den Tod Bin Ladens beweisen könnten, veröffentlichen zu dürfen. Auch diese Anfrage wurde mit der Begründung zurückgewiesen, eine Veröffentlichung würde die Sicherheit der USA gefährden.

Der Streit um die Veröffentlichung von Bildern und Videos des toten Al-Kaida-Führers ist vorerst beigelegt. Die Entscheidung die Aufnahmen nicht zu zeigen, könnte aber den Verschwörungstheorien um den Tod bin Ladens neue Nahrung geben.

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