Terror in den USA: Bin-Laden-Fan plante Anschläge in New York
Aktualisiert

Terror in den USABin-Laden-Fan plante Anschläge in New York

Die New Yorker Polizei hat einen 27-jährigen Mann unter Terrorverdacht festgenommen. Der US-Bürger soll einen Anschlag auf heimkehrende US-Soldaten aus Afghanistan und Irak geplant haben.

Die New Yorker Polizei kann einen Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus vermelden. Der mutmassliche Einzeltäter ohne Verbindungen zu ausländischen Terrororganisationen habe Rohrbomben bauen wollen, um Regierungsbeamte, Politiker oder heimkehrende Soldaten zu töten.

Der aus der Dominikanischen Republik stammende und zum Islam konvertierte US-Bürger aus dem New Yorker Stadtteil Washington Hights sei ein Anhänger des getöteten radikalislamischen Predigers Anwar al Aulaqi, sagte Polizeichef Raymond Kelly. Die Beamten hätten schnell handeln müssen, weil der Verdächtige bereits an seiner Bombe bastelte und bereit gewesen sei, seinen Plan in die Tat umzusetzen

Drei Bomben bereit

Laut Kelly verfolgte der 27-Jährige ein Online-Magazin Aulaqis, darunter einen Artikel mit dem Titel «Wie man in der Küche seiner Mutter eine Bombe bauen kann».

Er habe darüber gesprochen, aus dem Irak oder Afghanistan heimkehrende US-Soldaten zu töten. Zudem habe er über Bombenanschläge auf Postämter und Polizeiautos sowie eine Polizeiwache geredet. Der Mann habe bereits drei Rohrbomben fertiggestellt.

«Das ist genau die Art von Gefahr, vor der das FBI immer warnt», sagte Bloomberg: «Ein Bürger unseres Landes, der von Al Kaida indoktriniert wurde.» Der Mann sei zwar nicht Teil einer grösseren Gruppe gewesen, aber «von Al Kaida beeinflusst und inspiriert. Es gibt keinen Beweis, dass er mit jemand anderem zusammengearbeitet hat». Es sei bereits der mindestens 14. vereitelte Terroranschlag auf New York seit dem 11. September 2001, sagte Bloomberg weiter.

Der Mann sei so von dem Terrornetz beeinflusst worden, dass er sogar seinen Namen habe ändern lassen wollen in Osama Hussein - aus Verehrung für den getöteten Terroristenführer Osama Bin Laden und den hingerichteten irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein.

Bei Drohnenangriff getötet

Auslöser für die mutmasslichen Anschlagspläne des Mannes sei offenbar die Tötung des Islamisten Aulaqi gewesen, sagte Kelly. Aulaqi war Ende September bei einem mutmasslichen US-Drohnenangriff im Jemen getötet worden.

Er war nach US-Geheimdienstangaben einer der Führer des Al-Kaida- Ablegers auf der arabischen Halbinsel und für den Tod vieler Zivilisten im Jemen verantwortlich. Zudem soll er Terrorpläne gegen die USA geschmiedet haben.

«So bereitet man keinen Terroranschlag vor»

Der Mann hatte mindestens ein Jahr lang unter Beobachtung gestanden. Er war Ermittlern unter anderem aufgefallen, weil er auf einer islamistischen Webseite und in Blogs seinen Glauben an den Dschihad und seine Unterstützung für die Al Kaida kundgetan hatte.

Sein Anwalt Joseph Zablocki erklärte, er glaube nicht, dass der Fall standhalten würde, denn sein Mandant habe ein sehr öffentliches Internet-Profil. «So bereitet man keinen Terroranschlag vor», sagte Zablocki. Bei einer ersten Anhörung wurde dem Verdächtigen eine Kaution verweigert.

New York kann einen Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus vermelden (Video: CBS) (sda/dapd)

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