Webrecherche: Bing wird zum Unterhaltungs-Portal
Aktualisiert

WebrechercheBing wird zum Unterhaltungs-Portal

Zum einjährigen Geburtstag hat Microsoft seiner Suchmaschine einen Musikstreaming-Dienst, TV-Serien und Browser-Games spendiert.

von
hst

Quelle: Microsoft

Yusuf Mehdi, Senior Vice President Bing, hat im offiziellen Blog einige Neuerungen der im Juni 2009 ins Netz gegangenen Suchmaschine präsentiert. Microsoft will bing.com/entertainment zum Entertainmentportal ausbauen, denn nun können US-Nutzer fünf Millionen Songs streamen, Liedtexte, Videos und Bilder anschauen sowie Musik über Zune, iTunes and Amazon.com MP3 kaufen. Jeder Song soll sich einmal ganz anhören lassen und anschliessend nur noch als 30 Sekunden kurzer Ausschnitt. Das Musikstreaming-Angebot werden in den nächsten Tagen sukzessive gestartet.

Auf einer Games-Seite gibt es Testberichte und Informationen zu etwa 35 000 Spielen. Rund 100 Casual Games lassen sich direkt im Browser spielen. Wer sie spielt, kann direkt Freunde aus sozialen Netzwerken zum Mitmachen auffordern. Ausserdem seien über 1 500 Fernsehsendungen und 20 000 Serienfolgen von Partnern wie Hulu, CBS und Viacom auf Bing TV verfügbar, schreibt Mehdi. In den nächsten Wochen sollen überdies detaillierte TV-Guides auf der Website zu finden sein. Die Games auf bing.com lassen sich auch schon in der Schweiz spielen. Das Musikstreaming-Angebot dürfte noch auf sich warten lassen, denn Microsoft nutzt dafür Ressourcen seines eigenen Angebots Zune, das ein Europa noch nicht gestartet wurde. Auch Streaming-Angebote wie Hulu sind für europäische User noch nicht freigeschaltet worden. Wann diese neuen Funktionen in Europa nutzbar sein werden - dazu gab es bislang keine Stellungnahme aus Redmond. Weitere Erläuterungen zum neuen Angebot liefert Bings General Manager Derrick Connell im obigen offiziellen Video von Microsoft.

Vergleichbare Funktionen bieten die Konkurrenz von Google und Yahoo bislang nicht. Bing liegt auch ein Jahr nach seinem Start weiterhin klar hinter ihnen. In den USA kam Microsofts Suchmaschine im Mai laut den Analysten von comScore auf einen Markanteil von 12,1 Prozent - nach 11,8 im April. Im selben Zeitraum verlor Google 0,7 Prozentpunkte und verzeichnete 63,7 Prozent aller Suchanfragen. Yahoos Anteil betrug im vorigen Monat 18,3 Prozent. Im April lag er bei 17,7 Prozent.

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