Aktualisiert 05.05.2015 14:21

ÜberraschungBingham mit 38 erstmals Snooker-Weltmeister

20 Jahre lang schuftete Stuart Bingham, nun wurde er endlich belohnt. Der Engländer gewinnt mit 38 Jahren erstmals den WM-Titel im Snooker.

von
hua
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Der Engländer Stuart Bingham jubelt nach seinem ersten WM-Titel.

Der Engländer Stuart Bingham jubelt nach seinem ersten WM-Titel.

AFP/Paul Ellis
Binghams Landsmann Shaun Murphy musste sich 15:18 geschlagen geben.

Binghams Landsmann Shaun Murphy musste sich 15:18 geschlagen geben.

AFP/Paul Ellis
Für den 38-Jährigen ist es der erste WM-Titel und damit der dritte Turniersieg in seiner Karriere.

Für den 38-Jährigen ist es der erste WM-Titel und damit der dritte Turniersieg in seiner Karriere.

AFP/Paul Ellis

Favorit für den WM-Titel war der Engländer Stuart Bingham nicht. Seinem Antipoden Shaun Murphy wurde der Triumph eher zugetraut. Der 32-Jährige hatte sich vor zehn Jahren erstmals mit dem Weltmeistertitel gekrönt. Heuer reichte es Murphy nicht ganz – er unterlag seinem teilweise entfesselt spielenden Landsmann. Bingham gewann den Titel, indem er die Best-of-35-Entscheidung mit 18:15 Frames für sich entschied. Der Sieger kassierte ein Preisgeld von über 432'000 Franken.

Der 38-jährige Sieger war nach diesem Riesenerfolg überwältigt: «Dieser Moment bedeutet mir alles, es ist ein unglaubliches Gefühl. Ein paar Dinge haben dazu beigetragen und so viele Freunde und meine Familie haben mich unterstützt. Mein Trainer Steve Feeney, der einfach ein paar Sachen in der Routine geändert hat; meine Ehefrau, meine Eltern, mein Sohn, ich könnte ewig mehr Leute aufzählen.» Er habe einen glücklichen Start ins Turnier gegen Robbie Williams (nicht mit dem Sänger verwandt) gehabt, dann tankte er gegen den Ex-Weltmeister Graeme Dott, den fünffachen Weltmeister Ronnie O'Sullivan und Judd Trump Stärke.

Lob vom Unterlegenen

«Ich kann es gar nicht glauben. Als Junge habe ich davon geträumt und nun ist es Realität», so der 38-Jährige, der vor seinem WM-Titel in seiner Karriere erst zwei Titel hatte gewinnen

Ding Junhui begeht Anfängerfehler

können. Auch vom Gegner bekam Bingham lobende Worte zu hören. «Es gibt keinen Spieler, der es mehr verdient hätte als Stuart Bingham. Er liebt Snooker mehr als das Leben selbst. Auch wenn ich enttäuscht bin, ich freue mich sehr für ihn», sagte Murphy.

Die Entscheidung fiel im 31. Frame, als es 15:15 stand. 65 Minuten bekämpften sich die beiden Kontrahenten. Bingham behielt dank zwei hervorragenden Snookern die Oberhand, denn Murphy beging Fehler um Fehler und schenkte seinem Gegner damit Punkte. Bingham ging 16:15 in Führung und gab diese nicht mehr preis. Bereits bei den letzten Bällen konnte sich das Publikum im Crucible Theatre in Sheffield nicht mehr halten, es jubelte nach jedem versenkten Ball (siehe Video).

Binghams letzte Bälle. (Quelle: Eurosport)

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