BIP-Wachstum verlangsamt sich weiter

Aktualisiert

BIP-Wachstum verlangsamt sich weiter

Die konjunkturelle Abkühlung in der Schweiz macht sich immer stärker bemerkbar: Im März ist das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) erneut gesunken.

Es liegt bei 1,54 Punkten, nach revidiert 1,66 im Februar. Das Barometer zeige «am aktuellen Rand abwärts, wenn auch der Wert weiterhin im positiven Bereich liegt», heisst es in einer Mitteilung der KOF.

Über dem Schnitt

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte sich bis und mit Sommer 2008 im Vergleich zum Vorjahresquartal «eher etwas verlangsamen». Das Barometer stehe aber weiterhin über seinem langjährigen Durchschnittswert von 1,16. Die Gesamtwirtschaft ohne Bau- und Kreditgewerbe (Kern-BIP), die gut 90 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung berücksichtigt, sei seit Oktober 2007 am sinken. Die Verlangsamung dieses Barometer-Moduls falle jedoch etwas geringer aus als jene des Konjunkturbarometers insgesamt.

Industrie schwächelt

Der Wert des Sub-Moduls Exportdestination EU habe weiter nachgelassen, während das Sub-Modul Schweizer Industrie nach einer längeren Stagnationsphase zum ersten Mal gesunken ist. Auch der Schweizer Konsum vermag, anders als in den Monaten zuvor, das Kern- BIP nicht mehr wesentlich zu stützen.

Bau- und Kreditgewerbe in der Krise

Der Indikator des Moduls Kreditgewerbe liege weiterhin im negativen Bereich. Aus dem Modul Baugewerbe lasse sich schliessen, dass das Wachstum der Bautätigkeit zum Stillstand gekommen sei, schreibt die KOF weiter. Das KOF-Barometer weist in qualitativer Form auf die Entwicklung des BIP, das heisst auf eine Wachstumsbeschleunigung oder- verlangsamung, in rund sechs Monaten hin.

(sda)

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