Whistleblower: Birkenfeld hofft auf Begnadigung
Aktualisiert

WhistleblowerBirkenfeld hofft auf Begnadigung

Der zu mehr als drei Jahren Haft verurteilte Kronzeuge in der Steueraffäre der UBS hofft auf eine Begnadigung durch US-Präsident Barack Obama.

Bradley Birkenfeld sagt gegen die UBS aus.

Bradley Birkenfeld sagt gegen die UBS aus.

Anwälte des National Whistleblower Center wollen nach eigenen Angaben am Donnerstag ein Gnadengesuch für Bradley Birkenfeld einreichen. An diesem Tag sind in den USA die Einkommenssteuerrückzahlungen fällig.

«Es ist absolut wichtig, dass Präsident Obama am Tax Day (15. April) die Botschaft aussendet, dass Whistleblower in den USA willkommen sind», sagte einer der Anwälte, Stephen Kohn. Ein Whistleblower ist jemand, der kriminelle Machenschaften seiner Firma preisgibt.

Birkenfelds Aussagen hatten die Steueraffäre der UBS in den USA ins Rollen gebracht. Der ehemalige Kundenberater der Grossbank war im August vergangenen Jahres von einem Gericht in Florida wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung für den kalifornischen Milliardär und ehemaligen UBS-Kunden Igor Olenicoff verurteilt worden. Im Januar trat der 45-Jährige eine 40-monatige Haftstrafe an. Trotz der Gefängnisstrafe kann Birkenfeld als Whistleblower auf eine hohe Belohnung durch die US-Steuerbehörde IRS hoffen. (dapd)

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