Birma: Verwirrung um Suu Kyis Gesundheitzustand
Aktualisiert

Birma: Verwirrung um Suu Kyis Gesundheitzustand

Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat gesundheitliche Probleme. Nach Angaben des birmanischen Polizeichefs Khin Yi litt sie unter Darmproblemen.

Berichte über eine Einweisung der Friedensnobelpreisträgerin in ein Spital wies er als falsch zurück. Nach Angaben eines Sprechers der von ihr gegründeten Oppositionspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) wurde Suu Kyi allerdings kurzzeitig in der Klinik behandelt.

«Nach allem, was ich weiss, wurde sie am Freitag im Spital behandelt, dann ist sie in ihr Haus zurückgekehrt», sagte Nyan Win. Ein anderer Sprecher der Partei NLD hatte Berichte über einen Klinikaufenthalt der 60-jährigen Politikerin zuvor dementiert.

«Ich habe diese Berichte überprüft, und sie sind falsch», sagte Lwin. Er könne sich nicht erklären, woher die von birmanischen Exilgruppen in den USA verbreiteten Informationen kämen.

Die US-Regierung zeigte sich am Freitag besorgt über die Berichte über eine Einweisung in eine Klinik. Sie forderte die birmanische Führung auf, der Politikerin alle medizinische Hilfe zu geben, die sie brauche.

Erst Ende Ende Mai hatte die Militärjunta in Birma den seit Jahren andauernden Hausarrest für die Suu Kyi erneut verlängert. Das Regime tat dies ungeachtet aller Aufrufe der internationalen Gemeinschaft.

Die Partei der Friedensnobelpreisträgerin hatte die ersten freien Wahlen 1990 mit überwältigender Mehrheit gewonnen, die Militärregierung erkannte das Wahlergebnis aber nicht an. Birma wird seit 1962 von Generälen regiert.

Notiz: Die Meldung bsd103 wurde nach der Stellungnahme der Militärjunta in Birma und eines weiteren Sprechers der Partei von Suu Kyi aktualisiert (Suu Kyi kurze Zeit in Klinik.) Ganze Meldung ausser die letzten beiden Abschnitt neu geschrieben. (sda)

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