Bis zu 10.000 Hinrichtungen allein in China
Aktualisiert

Bis zu 10.000 Hinrichtungen allein in China

Die Zahl der weltweit bekannt gewordenen Hinrichtungen ist im vergangenen Jahr auf 1.146 gesunken, wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International mitteilte. Die Dunkelziffer liege aber um ein Mehrfaches höher.

Die meisten Menschen seien in China, im Iran, in den USA und in Vietnam hingerichtet worden. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch weit höher liegen: Allein in China wurde Amnesty zufolge bis zu 10.000 Menschen hingerichtet.

«Das Recht auf Leben wird weltweit und tagtäglich mit Füssen getreten», kritisiert die Organisation. Ein Beispiel seien Todesurteile gegen Minderjährige, die unter anderem in China, im Iran und in den USA verhängt würden. Einige Länder hätten den Anwendungsbereich der Todesstrafe im vergangenen Jahr ausgeweitet, darunter Afghanistan und Indonesien.

Als letzter europäischer Staat halte Weissrussland an der Todesstrafe fest: «Die Todesurteile ergehen meist in unfairen Verfahren. Als Beweismittel werden oft Aussagen herangezogen, die der Angeklagte unter Folter gemacht hatte», sagte Amnesty-Sprecher Thomas Hensgen. Die Menschenrechtsorganisation appellierte an alle Staaten und Regierungen, Hinrichtungen zu stoppen und die Todesstrafe aus den Gesetzen zu streichen. (dapd)

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