Bis zu 15 Prozent höhere Steuern im Kanton Zug?

Aktualisiert

Bis zu 15 Prozent höhere Steuern im Kanton Zug?

Der Kanton Zug zittert um seine Wirtschaftskraft und die tiefe Steuerbelastung: Er lehnt den Neuen Finanzausgleich (NFA) als einziger Kanton ab.

Der NFA sei unberechenbar, enthalte zu viele Unsicherheiten und belaste Zug unverhältnismässig. Er führe zu einer Verdopplung der Zuger Abgaben zu Gunsten ärmerer Kantone auf rund 240 Millionen Franken pro Jahr. Dies würde bedeuten, dass Zug seine gesamten Steuereinnahmen der natürlichen Personen – 234 Millionen Franken waren es im Jahr 2002 – abliefern müsste. Damit sieht die Zuger Regierung ihr liebstes Kind gefährdet: die tiefe Steuerbelastung. Kantons- und Gemeindesteuern müssten beim NFA um etwa zehn bis 15% erhöht werden.

Der Regierungsrat des reichsten Kantons der Schweiz nahm gestern zur Volksabstimmung über den NFA am 28. November 2004 Stellung. Die Konsequenzen einer Annahme malte er in düsteren Farben: Sie würde die Prosperität und Wirtschaftskraft von Zug gefährden. Ein Nein dagegen bedeute «noch lange nicht, dass die Zukunft der Schweiz auf dem Spiel stünde» und sei deshalb ein «Gebot der Stunde».

Beim NFA stehen sich 6 Geber- und 20 Nehmerkantone gegenüber. Zur Kasse gebeten würden die Kantone BL, GE, NW, SZ, ZG und ZH. Zug ist der einzige Kanton, der den NFA ablehnt. Alle anderen stimmten der Reform zu.

(Quelle: SDA/AP)

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