Zieglerspital Bern: Bis zu 250 Asylbewerber ab erstem Halbjahr 2017
Aktualisiert

Zieglerspital BernBis zu 250 Asylbewerber ab erstem Halbjahr 2017

Der Bund kann das Asylzentrum im Zieglerspital früher ausbauen als geplant. Ab 2017 können dort 250 Menschen untergebracht werden.

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Bereits ab kommendem Jahr, also im ersten Halbjahr 2017, kann der Bund im Berner Zieglerspital statt wie geplant 150 Menschen nun sogar 250 Menschen unterbringen.

Bereits ab kommendem Jahr, also im ersten Halbjahr 2017, kann der Bund im Berner Zieglerspital statt wie geplant 150 Menschen nun sogar 250 Menschen unterbringen.

Keystone/Peter Klaunzer
Allerdings muss der Bund dafür eine Notlage geltend machen.

Allerdings muss der Bund dafür eine Notlage geltend machen.

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Bereits ab dem ersten Halbjahr 2017 kann der Bund im Berner Zieglerspital statt wie geplant 150 nun sogar 250 Menschen unterbringen. Allerdings muss der Bund dafür eine Notlage geltend machen.

Das hat der Berner Gemeinderat entschieden. Er will von der ursprünglichen Vereinbarung nur im Notfall abweichen, wie er in einem Communiqué vom Montag betonte.

Abgemacht war, dass sich der Bund bis zum Abschluss der Umbauarbeiten im Bettenhochhaus auf 150 Plätze beschränkt. Denn nebenan im Renferhaus betreibt der Kanton noch bis Ende Juni 2017 ein Durchgangszentrum mit 200 Plätzen.

Der Gemeinderat versprach der Bevölkerung vor Jahresfrist, dass maximal 350 Asylsuchende auf dem Zieglerareal untergebracht werden. «Diese Zusicherung gilt es zu respektieren», betonte die Stadtregierung am Montag.

Nur wenn Notlage geltend gemacht wird

Nur bei einer Notlage sei man bereit, davon abzuweichen. Theoretisch könnten dann vorübergehend bis zu 450 Asylsuchende auf dem Areal leben.

Wahrscheinlich sei das aber nicht, betont der Gemeinderat. Gemäss neuester Bundesstatistik seien die Gesuchszahlen im Asylbereich ja rückläufig. Mit einer erneuten starken Zunahme der Gesuche sei erst im Frühling 2017 zu rechnen. Die Unterkünfte des Bundes seien momentan nicht voll ausgelastet.

Humanmedizin-Studenten statt Durchgangszentrum

Ende Juni 2017 wird das kantonale Durchgangszentrum im Renferhaus geschlossen. Der Kanton wird das Gebäude anschliessend für zusätzliche Studienplätze in Humanmedizin nutzen.

Im Bettenhochhaus werden die Umbauarbeiten wohl im dritten Quartal 2017 abgeschlossen, wie Claudia Mannhart, stellvertretende Generalsekretärin der Stadtberner Direktion für Bildung, Soziales und Sport, auf Anfrage erklärte.

Dann ist der Weg frei für maximal 350 Plätze im Bundesasylzentrum. Eine Notlage muss der Bund dann nicht mehr nachweisen. (sda)

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