Extreme Hitzewelle - Bis zu 44 Grad – griechische Meteorologen befürchten Hitzetote
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Extreme HitzewelleBis zu 44 Grad – griechische Meteorologen befürchten Hitzetote

Ab Dienstag soll es in Griechenland richtig heiss werden. Bis zum 8. August fallen die Temperaturen auch nachts nicht unter 30 Grad, befürchten Meteorologen. Die Gefahr von Waldbränden steigt.

von
Reto Heimann
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In Griechenland wird es in den nächsten Tagen richtig heiss.

In Griechenland wird es in den nächsten Tagen richtig heiss.

Angelos Tzortzinis/DPA
Bis zu 44 Grad werden erwartet. Auch in der Nacht wird es nicht kühler als 30 Grad.

Bis zu 44 Grad werden erwartet. Auch in der Nacht wird es nicht kühler als 30 Grad.

Angelos Tzortzinis/DPA
Wer kann, sucht den Schatten, wie dieser Mann in Folira, einem Vorort von Athen.

Wer kann, sucht den Schatten, wie dieser Mann in Folira, einem Vorort von Athen.

Angelos Tzortzinis/DPA

Darum gehts

  • In Griechenland wird das Thermometer gemäss Vorhersagen nicht mehr unter 30 Grad sinken.

  • Das macht dem menschlichen Kreislauf zu schaffen: Die griechische Regierung befürchtet Hitzetote.

  • Zudem steigt die Gefahr von Waldbränden.

Griechenland fürchtet die bevorstehende Hitzewelle. Von Dienstag an sollen die Temperaturen tagsüber auf bis zu 44 Grad steigen und auch nachts nicht unter 30 Grad fallen. Sowohl der griechische Wetterdienst als auch der Zivilschutz sprechen bereits jetzt Warnungen aus, weil die Hitze bis zum 8. August anhalten soll, also aussergewöhnlich lang.

Sinken die Temperaturen auch nachts nicht, ist das für den menschlichen Körper enorm anstrengend, weil er sich nicht erholen kann. Je länger das extreme Wetter anhält, desto gefährlicher ist das für die Gesundheit. Weil auch starke Winde erwartet werden, und es seit Wochen trocken ist, könnten sich Brände zudem schnell ausbreiten.

4000 Hitzetote vor 30 Jahren

Griechenland hat böse Erinnerungen an extreme Hitzewellen. 1987 starben bei einer ähnlichen Hitzephase geschätzt 4000 Menschen. Damals gab es nur wenige Klimaanlagen, und Stadtwohnungen wurden vor allem für ältere Menschen zur Todesfalle. Bei einer weiteren Hitzewelle mit starkem Wind verbrannten 2007 auf der Halbinsel Peloponnes grosse Flächen, Dutzende Menschen kamen damals ums Leben. Jetzt wird befürchtet, dass die angekündigte Welle das alles noch in den Schatten stellen könnte.

Auch in Sardinien wüten zurzeit Waldbrände. Rund 1200 Personen hätten am Sonntag ihre Häuser in der Provinz Oristano im Westen der Insel verlassen müssen, berichtete der Sender Rai News. Auch verängstigte Touristen und Touristinnen würden aus dem Küstenort Porto Alabe flüchten. «Es ist eine beispiellose Katastrophe», sagte der Gouverneur der Insel, Christian Solinas. Rund 20’000 Hektar seien schon in Flammen aufgegangen. Auch griechische Löschhelikopter stehen im Einsatz.

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