Aktualisiert 23.02.2014 20:41

Winkdex

Bitcoin bekommt eigenen Börsenindex

Der Winklevoss Index, kurz Winkdex, soll den Wert des Bitcoins wiedergeben. Geschaffen wurde er von den Winklevoss-Zwillingen. Derweil befindet sich der Bitcoin-Kurs auf Talfahrt.

von
hoy

Bekannt sind die US-Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss durch ihren Rechtsstreit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Nun haben die beiden einen eigenen Börsenindex für die virtuelle Währung Bitcoin geschaffen. Dies ging aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervor.

Den geplanten Bitcoin-Indexfonds wollen die Brüder noch dieses Jahr an den Start bringen. Der Winklevoss Index – genannt Winkdex – soll demnach regelmässig den Wert des Bitcoins wiedergeben.

Insgesamt 65 Millionen Dollar eingestrichen

Die Zwillinge arbeiten inzwischen als Risikokapitalgeber im Technologiebereich. Sie hatten Facebook-Gründer Zuckerberg vorgeworfen, während der gemeinsamen Studienzeit an der US-Eliteuni Harvard ihre Idee zum sozialen Onlinenetzwerk ConnectU («Vernetze dich») gestohlen zu haben. 2011 legten sie den jahrelangen Rechtsstreit bei und strichen 20 Millionen Dollar in bar und 45 Millionen Dollar an Unternehmensanteilen von Facebook ein.

Seitdem investierten sie grosse Summen in Projekte im Zusammenhang mit der virtuellen Währung Bitcoin und in die Währung selbst. Im vergangenen Jahr beantragte ihre Firma Math-Based Asset Services bei den Behörden die Zulassung für den 20 Millionen Dollar schweren Winklevoss Bitcoin Trust, der an den öffentlichen Börsen gehandelt werden soll. Die Zustimmung der Aufsichtsbehörde steht noch aus.

Massiver Kurseinbruch

Der Bitcoin-Kurs hat aber offenbar das Vertrauen der Anleger verloren. Grund dafür sind unter anderem technische Probleme beim Betreiber der Bitcoin-Börse Mt. Gox von letzer Woche. Seither sind alle Bitcoin-Guthaben der Nutzer der Börse eingefroren.

Bei den anderen Handelsplätzen funktioniert der Handel. Der Kurs stürzt jedoch in die Tiefe. Zwischenzeitlich fiel er unter 100 Dollar, nachdem er Anfang Februar noch bei knapp 900 Dollar notiert hatte.

Als Antwort auf Finanzkrise

Die virtuelle Währung Bitcoin war 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte.

Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet. Der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt aber stark. Zentralbanken warnen vor den Risiken der Währung für die Nutzer. (hoy/sda)

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