1 Bitcoin kostet fast 60’000 Franken – Bitcoin erreicht Allzeithoch mit über 65’000 Dollar
Aktualisiert

1 Bitcoin kostet fast 60’000 FrankenBitcoin erreicht Allzeithoch mit über 65’000 Dollar

Der Gesamtwert aller Kryptowährungen ist auf mehr als 2,3 Billionen Franken gestiegen. Bitcoin gibt den Ton an: Der Kurs ist nun auf über 65’000 Dollar gestiegen – so hoch wie noch nie.

von
Marcel Urech
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Bitcoin ist so viel wert wie noch nie.

Bitcoin ist so viel wert wie noch nie.

Reuters
Ende Juli 2020 kostete ein Bitcoin noch 10’000 Franken.

Ende Juli 2020 kostete ein Bitcoin noch 10’000 Franken.

AFP
Elon Musk, Gründer von SpaceX, ist einer der Anhänger der Kryptowährung.

Elon Musk, Gründer von SpaceX, ist einer der Anhänger der Kryptowährung.

AFP

Darum gehts

  • Die Kryptowährung Bitcoin ist auf einen Höchststand geklettert.

  • Alle Menschen, die Bitcoin gekauft haben, sind nun mit ihrer Investition im Plus.

  • Auch die Gesamtkapitalisierung des Kryptomarkts ist auf einem Rekordhoch.

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin ist auf einen Höchststand geklettert: Auf der Kryptobörse Binance überschritt er das bisherige Allzeithoch von 64’854 US-Dollar. Umgerechnet sind das etwa 59’854 Franken. Am Mittwoch, 20. Oktober knackte Bitcoin die 65’000-Dollar-Marke.

Allzeithoch trotz Krypto-Bann in China

Gründe für das neue Bitcoin-Hoch gibt es viele. Etwa die Inflationsangst und die Zulassung des ersten börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) in den USA. Die Anhängerinnen und Anhänger der Kryptowährung weisen zudem darauf hin, dass das Angebot bei Bitcoin auf 21 Millionen Coins limitiert sei, während die Geldmenge von Währungen wie Dollar, Yen und Euro ständig wachse. Auch die Halvings, die in der Bitcoin-Blockchain vorgesehen sind, dürften ihren Teil zum Allzeithoch beigetragen haben. Mit El Salvador hat zudem ein erster Staat die Digitalwährung zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt.

Ende Juli 2020 war ein Bitcoin noch 10’000 Franken wert. Im Dezember waren es bereits 20’000 Franken. Im Februar 2021 kletterte der Kurs auf über 50’000 Franken. Dazwischen ging es aber auch mal runter, etwa Mitte Juli, als der Bitcoin-Kurs auf rund 27’300 Franken fiel. Auch China sorgte für einen kurzfristigen Taucher, als seine Zentralbank erklärte, dass alle Transaktionen mit Kryptowährungen im Land illegal seien.

Letzter Höchststand im April

Zuletzt war Bitcoin im April auf einem ähnlich hohen Stand. Das damalige «All-Time High» passierte wenige Stunden vor dem Börsengang der Kryptobörse Coinbase in den USA. Coinbase ist einer der beliebtesten Handelsplätze für Kryptowährungen. Die Plattform hat rund 56 Millionen registrierte Nutzerinnen und Nutzer.

Bitcoin erblickte das Licht der Welt im Januar 2009. Mittlerweile nutzen diverse Unternehmen die Kryptowährung. Etwa Tesla, das seine Elektroautos auch gegen Bitcoin verkaufte. In der Schweiz akzeptiert unter anderem «Digitec Galaxus» Bitcoin. Und Manor verkauft Bitcoin-Gutscheine in seinen Schweizer Läden. Auch Krypto-Verbrecher und -Verbrecherinnen nutzen Bitcoin: Im Kanton Zug ergaunerten Betrüger von Privatpersonen und Firmen hohe Summen in Kryptowährungen. Die Polizei mahnte darauf zur Vorsicht.

Auch Schweizer Politikerinnen und Politiker beschäftigen sich mit Kryptowährungen. Sie wollen diese stärker regulieren, weil Kriminelle Bitcoin & Co. für ihre Machenschaften missbrauchen. Mehr dazu liest du hier.

Das ist ein Bitcoin

Der Gründer oder die Gründerin von Bitcoin heisst Satoshi Nakamoto. Bis heute ist nicht bekannt, wer Nakamoto genau ist. Das Pseudonym könnte auch der Name mehrerer Entwicklerinnen und Entwickler sein, die gemeinsam hinter Bitcoin stehen. Erstmals skizziert wurde die Kryptowährung am 31. Oktober 2008 in einem Whitepaper – kurz nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers. Hinter Bitcoin steckt die Idee einer Währung, die unabhängig von Staaten, Zentralbanken und der Geldpolitik existiert. Anders als bei klassischen Währungen gibt es bei Bitcoin keine zentrale Stelle, die das Zahlungsmittel kontrolliert. Überweisungen in Bitcoin werden statt von Banken und Finanzdienstleistern von einem weltweit verteilten Computer-Netzwerk validiert, das für alle offen zugänglich ist.

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