«Dunkle Triade»: Bitcoin-Fans sind laut Studie häufig Psychopathen, Narzissten oder Sadisten
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«Dunkle Triade»Bitcoin-Fans sind laut Studie häufig Psychopathen, Narzissten oder Sadisten

Das Papier untersuchte über 500 Personen, die sich für die Kryptowährung interessieren oder diese besitzen. Gemäss den Autorinnen und Autoren zeigen sie gefährliche Verhaltensmuster. Allzu grosse Sorgen sollte sich jedoch nicht machen, wer vor Kurzem zugelangt hat.

von
Patrick McEvily
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Anhänger der Kryptowährung Bitcoin zeigen gemäss australischen Wissenschaftlern besonders häufig gefährliche Verhaltenszüge. (Symbolbild)

Anhänger der Kryptowährung Bitcoin zeigen gemäss australischen Wissenschaftlern besonders häufig gefährliche Verhaltenszüge. (Symbolbild)

AFP
Demnach seien Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus und sogar Sadismus besonders verbreitet unter den Krypto-Fans. (Symbolbild)

Demnach seien Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus und sogar Sadismus besonders verbreitet unter den Krypto-Fans. (Symbolbild)

AFP
Für die Ergebnisse verantwortlich zeigen sich die Forscherinnen und Forscher der Queensland University of Technology in Australien. 

Für die Ergebnisse verantwortlich zeigen sich die Forscherinnen und Forscher der Queensland University of Technology in Australien. 

imago images/Jeff Greenberg

Darum gehts

  • Bitcoin zieht offenbar Menschen an, die mit anderen eher weniger können.

  • Eine Studie aus Australien hat über 500 Besitzerinnen und Besitzer der digitalen Währung befragt.

  • Gemäss den Ergebnissen fallen Anhängerinnen und Anhänger der Kryptowährung besonders häufig in Kategorien, wie Narzissmus oder gar Sadismus.

Enthusiasten sehen im Bitcoin die Zukunft des Geldtransfers. In den vergangenen Jahren hat die Kryptowährung eine Wertsteigerung sondergleichen hingelegt. Mittlerweile kostet ein Bitcoin über 37’000 Franken. Frühen Käuferinnen und Käufern hat das digitale Geld zu Reichtum verholfen. Eine Studie aus Australien liefert nun aber Hinweise dafür, dass sich besonders viele Menschen zum digitalen Geld hingezogen fühlen, die problematische Verhaltensweisen an den Tag legen.

Forscherinnen und Forscher der Queensland University of Technology publizierten vor kurzem im Fachmagazin «Personality and Individual Differences» die Ergebnisse ihrer Studie mit 566 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dabei handelte es sich um Personen, die die Kryptowährung besitzen oder sich gemäss eigenen Aussagen dafür interessieren. Gemäss den Forscherinnen und Forscher zeigten diese besonders häufig Verhaltensweisen wie Narzissmus oder sogar Sadismus. 

Entwarnung für Inhaberinnen und Inhaber

Wie das britische Boulevardblatt «The Sun» berichtet, beobachteten die Forscherinnen und Forscher in den Antworten, die die Probandinnen und Probanden in Fragebögen und Interviews abgaben, eine Häufung an problematischen Verhaltensmustern, die in der Psychologie als «Dunkle Triade»  (engl. «Dark Triad») bekannt sind. Dazu gehören Narzissmus, Psychopathie und Sadismus. Auch der sogenannte «Machiavellismus» – benannt nach dem berühmten Politstrategen Nicolo Machiavelli – komme zum Tragen. Damit sind Leute gemeint, die besonders machthungrig sind.

Viele der Befragten würden Kryptowährungen und dem Bitcoin positiv gegenüberstehen, weil sie eine kritische Haltung gegenüber Banken und dem Staat einnehmen, schreiben die Studienautorinnen und -Autoren. Aber auch düstere Motivationen, wie die Freude daran, andere beim Verpassen von Gewinnen zu sehen, würde sie anziehen. Psychopaten und Sadisten würden sich zur Währung hingezogen fühlen, weil die häufigen Kursschwankungen Adrenalinschübe verursachen würden. 

Allerdings weisen die Verantwortlichen darauf hin, nur einen kleinen Teil der weltweiten Krypto-Gemeinschaft untersucht zu haben. «Sollten Sie Inhaberin oder Inhaber von Bitcoin sein, können Sie diese Verhaltensweisen an den Tag legen oder auch nicht», heisst es abschliessend.

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