Gurtenfestival 2022 – Bitte professionell, bernerisch und vegan 
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Gurtenfestival 2022Bitte professionell, bernerisch und vegan 

Das Food-Konzept des Gurtenfestivals 2022 wird komplett umgekrempelt. Neu werden lokale Betreiber bevorzugt. Und das Angebot muss mindestens zu 50 Prozent vegetarisch sein. 

von
Dominique Dussling
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Essensstände am Gurtenfestival sollen 2022 professioneller, bernerischer und mindestens halb vegetarisch werden.

Essensstände am Gurtenfestival sollen 2022 professioneller, bernerischer und mindestens halb vegetarisch werden.

20min/Celia Nogler
Neu ist auch, dass nur noch Profi- und keine Hobby-Gastronomen mehr zugelassen werden.

Neu ist auch, dass nur noch Profi- und keine Hobby-Gastronomen mehr zugelassen werden.

Berner Zeitung
Ein Teil des erwirtschafteten Geldes der Food-Anbieter fliesst ab 2022 automatisch an die Festivalbetreiber.

Ein Teil des erwirtschafteten Geldes der Food-Anbieter fliesst ab 2022 automatisch an die Festivalbetreiber.

BZ

Darum gehts

  • Das Food-Konzept für das Gurtenfestival wird für 2022 neu aufgegleist.

  • Neu gilt: Jeder Food-Stand muss vegane oder vegetarische Alternativen bieten können.

  • Zudem werden Betreiberinnen und Betreiber aus der Region bevorzugt.

Nach zwei Jahren Zwangspause ist die Vorfreude auf das Gurtenfestival gross. Zehntausende Festivalgängerinnen und -gänger werden sich wieder auf dem Berner Hausberg tummeln. Doch etwas wird nicht gleich sein wie früher: das Essen.

Denn die Gurten-Organisatorinnen und -Organisatoren haben das Food-Konzept für die Ausgabe 2022 grundlegend umgestellt. Betreiberinnen und Betreiber von Essensständen müssen mit verschärften Auswahlkriterien rechnen. Neu wird auf Lokalkolorit und Nachhaltigkeit gesetzt. Dies berichtet die «Berner Zeitung».

Berner werden bevorzugt

Ab diesem Jahr werden Gastronominnen und Gastronomen aus Bern und Umgebung bevorzugt. Die Konsequenz: Betreiberinnen und Betreiber aus anderen Teilen der Schweiz haben kaum Chancen auf einen Stellplatz – ungeachtet ihrer teilweise langen, erfolgreichen Vergangenheit mit dem Gurten.

Einer davon ist Phillip Stoll. Trotz 20-jähriger Erfahrung mit seinem indischen Festival-Food, hat er sich dieses Jahr gar nicht erst die Mühe gemacht eine Bewerbung einzureichen, wie er der «Berner Zeitung» erzählt. Weil sein Unternehmen in Baselland ansässig sei, wäre die Wahrscheinlichkeit zu gering einen Standplatz zu erhalten. «Das ist schon schade nach so vielen Jahren», sagt Stoll.

Mehr Abgaben, kleineres Risiko 

Auch für Betreiberinnen und Betreiber aus der Region ändert sich einiges. Neu verlangen die Organisatorinnen und Organisatoren, dass ein Teil des erwirtschafteten Geldes automatisch ans Festival fliesst. Früher galt bloss eine fixe Gebühr pro Laufmeter Verkaufsfront.

Festivalsprecherin Lena Fischer erklärt, dass so das Risiko zwischen Festival und Food-Stand-Betreiber aufgeteilt wird. «Wir tragen das Risiko so ein Stück weit mit», sagt Fischer zur «Berner Zeitung». Kalkulationen würden zeigen, dass die Kosten für die Gastronomen gleich bleiben werden, so Fischer.

Neu ist auch, dass nur noch professionelle Betreiber zugelassen werden und keine Hobby-Gastronomen mehr. Ein Eintrag im Handelsregister ist jetzt Pflicht. Ziel ist es, Qualitäts- und Hygienestandards zu gewährleisten.

50 Prozent veggie

Vor allem aber dürfen sich Vegetarier und Veganer freuen. Weniger Fleisch, dafür mehr pflanzliche Vielfalt lautet die neue Parole. 2022 soll das Essensangebot eines jeden Food-Standes mindestens zur Hälfte aus vegetarischen oder veganen Gerichten bestehen.

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