«GTA: Chinatown Wars»: Bitterböse Gangster-Soap
Aktualisiert

«GTA: Chinatown Wars»Bitterböse Gangster-Soap

Mit «GTA: China­town Wars» kommt erstmals ein Spiel der Gangster-Reihe auf den Nintendo DS. Ein hinterhältiger Spass.

von
Jan Graber

Hemmungen, Spieler als Gangster auf Mission zu schicken, hatten die Entwickler von Rockstar noch nie. Das beweisen sie auch in «GTA: Chinatown Wars», dem ersten «GTA»-Spiel für den Nintendo DS. In der Haut des verwöhnten Huang, dessen Vater, ein Triadenboss, gestorben ist, kommt der Spieler nach Liberty City, um seinen Platz in der Unterwelt von Chinatown zu behaupten. Autodiebstähle stehen ebenso auf dem Programm wie Mordaufträge und Drogendeals.

Trotz Umsetzung für eine kleine Konsole ist fast alles da, was «GTA»-Fans lieben: Mit dem PDA lassen sich E-Mails checken, das GPS-System programmieren oder die Radiosender wechseln. Der Held kann als Taxifahrer arbeiten, und wenn er verhaftet wird, verliert er seine Waffen und sein Geld.

In «GTA: Chinatown Wars» kommt auch der NDS-Touchscreen zum Einsatz, etwa wenn ein gestohlener Wagen kurzgeschlossen werden muss. Als Vehikel kann sich der Spieler zu einem späteren Zeitpunkt im Spiel auch Panzer und Formel-1-Boliden in die Garage stellen. Auf Wunsch können neu auch bereits abgeschlossene Missionen nochmals gespielt werden. Dialoge gibts hingegen nur in schriftlicher Form.

Wie in «GTA» üblich, wird die bitterböse Geschichte mit viel Augenzwinkern erzählt. Ob die feine Ironie von allen verstanden wird, darf indes bezweifelt werden. Kontroversen ums Game sind deshalb vorprogrammiert – nicht zuletzt, weil es für eine Spielkonsole erscheint, die vor allem von jüngeren Spielern benutzt wird.

«GTA: Chinatown Wars» für NDS; Take 2

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