1. Runde im DFB-Pokal: Steven Zuber verliert – Urs Fischer gewinnt
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1. Runde im DFB-PokalWolfsburg droht Pokal-Out wegen Mehmedi-Wechsel – Frankfurt blamiert sich

Der VfL Wolfsburg gewinnt gegen Münster hauchdünn, droht nun aber wegen einem Wechselfehler disqualifiziert zu werden. Eintracht Frankfurt mit Steven Zuber vermasselt den Start in die Saison derweil so richtig und verliert gegen Mannheim.

von
Nils Hänggi
Florian Gnägi
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Admir Mehmedi wurde bei Wolfsburg eingewechselt, obwohl der VfL das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte. Werden die Wolfsburger nun disqualifiziert?

Admir Mehmedi wurde bei Wolfsburg eingewechselt, obwohl der VfL das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte. Werden die Wolfsburger nun disqualifiziert?

imago images/Hübner
Eintracht Frankfurt verliert gegen Mannheim. 

Eintracht Frankfurt verliert gegen Mannheim.

Uwe Anspach/dpa
Silvan Widmer gab am Sonntag im DFB-Pokal sein Pflichtspieldebüt für Mainz.

Silvan Widmer gab am Sonntag im DFB-Pokal sein Pflichtspieldebüt für Mainz.

Werner Schmitt/dpa

Darum gehts

  • Am Sonntag standen weitere Partien im DFB-Pokal an.

  • Wolfsburg siegt in der Verlängerung, droht nun aber wegen einem Wechselfehler disqualifiziert zu werden.

  • Urs Fischer gewinnt mit Union Berlin gegen Türkgücü München und Kehl-Gómez mit 1:0.

  • Mainz bezwingt beim Debüt von Silvan Widmer Elversberg erst im Elfmeterschiessen.

  • Steven Zuber scheitert sensationell mit Eintracht Frankfurt.

Preussen Münster – Wolfsburg 1:3

Grosse Aufregung beim VfL Wolfsburg. Der Club der drei Schweizer Kevin Mbabu, Renato Steffen und Admir Mehmedi gewinnt das Pokal-Duell gegen Preussen Münster und muss nun vielleicht doch darum bangen, nicht aus dem Wettbewerb zu fliegen. Gemäss des «Kicker» kam es bei den Niedersachsen zu einem Wechselfehler. Dreimal wechselte Wolfsburg in der regulären Spielzeit, drei weitere Male in der Verlängerung.

Der Tausch des eben erst aus der Nati zurückgetretene Admir Mehmedi für Maximilian Philipp hätte nicht mehr durchgeführt werden dürfen. Die Verantwortlichen des Clubs wollten sich nach Schlusspfiff nicht zu der Thematik äußern. Schiedsrichter Christian Dingert vermerkte den Wechselfehler im Spielbericht, ein Protest von Preußen Münster ist zu erwarten. «Während des Spieles dürfen fünf Spieler ausgetauscht werden. Eine darüber hinaus gehende zusätzliche Auswechslung bei Spielen mit Verlängerung ist nicht zulässig», heisst es dazu im Regelwerk.

Beim Pflichtspieldebüt von neuen Trainer Mark van Bommel hatte sich der Champions-League-Teilnehmer zuvor mit Ach und Krach in die zweite DFB-Pokalrunde gezittert. Beim Viertligisten SC Preussen Münster gelang dem grossen Favoriten am Sonntag beim 3:1 (1:1, 0:0) erst in der Verlängerung der Sieg, den der niederländische Torjäger Wout Weghorst (103. Minute) und Ridle Baku (120.) besorgten.Beim knappen Sieg der Wolfsburger standen gleich alle drei Schweizer des Bundesligisten auf dem Platz. Renato Steffen stand in der Startelf und musste zur Pause raus, Kevin Mbabu und Admir Mehmedi wurden jeweils eingewechselt.

Türkgücü München – Union Berlin 0:1

Max Kruse hat den 1. FC Union Berlin in die zweite Runde des DFB-Pokals geführt. Der Olympia-Teilnehmer unterstrich beim 1:0 (1:0) des Europacup-Teilnehmers am Sonntag auswärts gegen Türkgücü München mit dem Siegtreffer in der 23. Minute auch nach der Tokio-Rückkehr gleich wieder seine Ausnahmestellung beim Fussball-Bundesligisten. Der Tabellen-Elfte der 3. Liga verkaufte sich vor etwa 2500 Zuschauern im Grünwalder Stadion gut. Doch für den Hauptrunden-Debütanten reichte es gegen überlegene und von vielen Fans begleitete Berliner nicht. Also: Urs Fischer darf sich freuen! Für den Schweizer auf Seiten von München, Marco Kehl-Gómez, war der Nachmittag dagegen bitter.

Elversberg – Mainz 2:3 n.P.

Der FSV Mainz 05 hat mehr als glücklich die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Der Bundesligist setzte sich am Sonntag beim Regionalligisten SV Elversberg mit 8:7 (2:2, 1:1, 0:0) im Elfmeterschiessen durch. Nati-Star Silvan Widmer gab dabei sein Pflichtspieldebüt für den Club von Spordirektor Martin Schmidt. Der Schweizer Rechtsverteidiger wurde in der 84. Minute beim Stand von 0:1 aus Mainzer Sicht ausgewechselt. Landsmann Edimilson Fernandes sass die gesamte Spieldauer auf der Bank. Vor 2480 Zuschauern in der Ursapharm-Arena schaffte Jonathan Burkardt (89. Minute/116.) zwei Mal den Ausgleich für den Favoriten. Luca Schnellbacher (74./110.) hatte die Hausherren jeweils in Führung gebracht. Nach 15 verwandelten Elfmetern in Serie verschoss Elversbergs Laurin von Piechowski, er traf die Latte und sorgte damit für die Entscheidung zugunsten der Mainzer.

Mannheim – Eintracht Frankfurt 2:0

Eintracht Frankfurt ist als zweiter Fussball-Bundesligist in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals ausgeschieden. Mit dem neuen Trainer Oliver Glasner kassierten die Hessen beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim am Sonntag eine 0:2 (0:0)-Niederlage. Am Samstag hatte Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth als erster Bundesligist die Auftaktrunde nicht überstanden. Der Schweizer Nati-Star Steven Zuber stand nicht in der Startelf, er ist eingewechselt worden.

Meppen – Hertha Berlin 0:1

Hertha BSC hat eine erneute Pokal-Blamage nur mit Mühe verhindert. Durch ein Kopfballtor von Davie Selke in der Nachspielzeit gewann der Fussball-Bundesligist am Sonntag mit 1:0 (1:0) beim Drittliga-Club SV Meppen. Vor einem Jahr verloren die Berliner in der ersten Runde mit 4:5 in Braunschweig. Diesmal drohte vor 6000 Zuschauern im Emsland ein ähnlicher K.o., denn die Meppener trafen in der zweiten Halbzeit je einmal Latte und Pfosten. Bei den Berlinern gab Kevin Prince Boateng nach mehr als 14 Jahren sein Pflichtpiel-Comeback für seinen Heimatverein.

Hansa Rostock – Heidenheim 3:2

Hansa Rostock steht erstmals seit drei Jahren wieder in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Das Team von Trainer Jens Härtel bezwang am Sonntagabend den 1. FC Heidenheim vor 15 000 Zuschauern im Ostseestadion mit 3:2 nach Verlängerung (0:1, 1:1). Patrick Mainka (57. Minute/Eigentor), Calogero Rizzuto (94.) und ex-Thun-/GC-Stürmer Ridge Munsy (120.) erzielten die Tore für die Mecklenburger, Patrick Mainka (25. Minute) und Stefan Schimmer (108.) trafen für die Gäste.

Villingen – Schalke 1:4

Nach dem Aus von Werder Bremen (0:2 in Osnabrück) machte es Schalke gegen einen Amateurverein besser: Mit dem 4:1 (1:1) beim Oberligisten FC Villingen wurde die Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis ihrer Favoritenrolle aber erst nach der Pause gerecht.

Oldenburg – Düsseldorf 0:5

Fussball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat problemlos die 2. Runde des DFB-Pokals erreicht. Beim Fünftligisten VfL Oldenburg siegten die Rheinländer am Sonntag mit 5:0 (3:0) und zeigten dabei eine abgeklärte Vorstellung. Vor 4200 Zuschauern im Marschwegstadion schossen Rouwen Hennings (12. Minute/62./Foulelfmeter), Carsten Abbes (23./Eigentor), Dawid Kownacki (26./Foulelfmeter) und Nicklas Shipnoski (69.) die Tore für die Mannschaft von Trainer Christian Preusser.

Carl Zeiss Jena – 1. FC Köln 2:4

Der 1. FC Köln ist im DFB-Pokal nur mit Glück einer Blamage entgangen. In der ersten Runde setzten sich die Rheinländer am Sonntag beim Pflichtspieldebüt von Trainer Steffen Baumgart beim Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena erst im Elfmeterschiessen mit 4:2 durch. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 (1:0, 1:1) gestanden. Kölns Torhüter Marvin Schwäbe war mit zwei parierten Schüssen der Matchwinner. Maximilian Wolfram hatte Jena bereits nach fünf Minuten in Führung gebracht. Vor 2728 Zuschauern im ausverkauften Ernst-Abbé-Sportfeld gelang Ellyes Skhiri (69.) der Ausgleich für den Bundesligisten.

Würzburg – Freiburg 0:1

Bundesligist SC Freiburg hat seine Pflicht im DFB-Pokal erfüllt und Aussenseiter Würzburger Kickers die nächste Niederlage zugefügt. Das Team von Trainer Christian Streich gewann am Sonntagabend knapp mit 1:0 (1:0) bei den Franken, die sich trotz des mutigen Auftritts verdient geschlagen geben mussten. Jonathan Schmid (45. Minute) erzielte das entscheidende Tor für die Breisgauer, die sich vor 2820 Zuschauern am Würzburger Dallenberg konzentriert und defensiv stabil präsentierten und für den Start in der Bundesliga am Samstag in Bielefeld gewappnet sind.

Braunschweig – Hamburger SV 1:2

Der Hamburger SV hat seinen Ruf als Erstrunden-Wackelkandidat im DFB-Pokal nicht bestätigt und den Drittligisten Eintracht Braunschweig mit 2:1 (1:1) aus dem Rennen geworfen. Vor 6167 Zuschauern im Eintracht-Stadion schossen am Sonntag Jan Gyamerah (8. Minute) und Robert Glatzel (68.) für den HSV sowie Luc Ihorst (44.) für die Braunschweiger die Tore. Im Vorjahr hatten sich die Hamburger mit 1:4 beim damaligen Drittligisten Dynamo Dresden blamiert.

Weitere Partien

Koblenz – Regensburg 0:3

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