Georgia: «Black Lives Matter»-Demonstranten protestieren schwer bewaffnet
Aktualisiert

Georgia«Black Lives Matter»-Demonstranten protestieren schwer bewaffnet

Eine Gruppe vermummter und bewaffneter Demonstranten ist vor das Monument im Stone Mountain Park gezogen. Sie forderen seinen Abbruch, weil die in Stein gemeisselten Figuren sich für Sklaverei einsetzten.

von
Reto Heimann

100 bis 200 Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Stone Mountain Park im Bundesstaat Georgia. Von dort zog die Gruppe, die hauptsächlich aus schwarzen Demonstranten bestand, vor das Steinmonument, das sich innerhalb des Parks befindet. Das berichtet «ABC News» mit Verweis auf andere US-amerikanische Medien.

Das Monument, das in eine Felsflanke eingemeisselt ist, zeigt historische Figuren wie Robert E. Lee, und Jefferson Davis. Beide kämpften im amerikanischen Bürgerkrieg in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Südstaaten. Als Konföderierte setzten sie sich dabei hauptsächlich für den Fortbestand der Sklaverei ein.

Immer wieder Treffen rassistischer Vereinigungen

Viele der Demonstranten trugen Schusswaffen. Mit ihrem Protest fordern sie den Abbruch des Monuments. Sie sehen in ihm ein rassistisches Symbol. Immer wieder trafen sich in der Vergangenheit rassistische Vereinigungen wie der Klu Klux Klan oder andere Vertreter der White Supremacist-Bewegung vor dem Monument. Der Protest verlief friedlich.

Im Rahmen der «Black Lives Matter»-Demonstrationen wurde weltweit gegen Statuen und Monumente demonstriert, die Personen mit kolonialer Vergangenheit zeigen. Normalerweise findet am 4. Juli, dem Nationalfeiertag Amerikas, eine grosse Lichtshow vor dem Monument statt. Dieses Jahr musste die Feier aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

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Das Monument am Stone Mountain im Bundesstaat Georgia sorgt schon länger für Diskussionen.

Das Monument am Stone Mountain im Bundesstaat Georgia sorgt schon länger für Diskussionen.

KEYSTONE
Es zeigt drei historische Figuren der Konföderierten, darunter General Robert E. Lee und Konföderierten-Präsident Jefferson Davis.

Es zeigt drei historische Figuren der Konföderierten, darunter General Robert E. Lee und Konföderierten-Präsident Jefferson Davis.

KEYSTONE
Die Konföderierten werden aufgrund ihrer positiven Haltung zu Sklaverei mit Rassismus in Verbindung gebracht.

Die Konföderierten werden aufgrund ihrer positiven Haltung zu Sklaverei mit Rassismus in Verbindung gebracht.

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