Blair unter Dauerbeschuss
Aktualisiert

Blair unter Dauerbeschuss

Nach dem Absturz eines britischen Hubschraubers in der irakischen Stadt Basra ist Premierminister Tony Blair verstärkt unter innenpolitischen Druck geraten.

Politiker aller Parteien forderten mehr Klarheit zur künftigen Irak-Politik. In der Labour-Partei mehren sich die Stimmen, die einen Termin für den geplanten Rücktritt Blairs fordern.

Im Interesse der eigenen Partei sollte Blair sagen, wann er abtreten werde, sagte die Labour-Abgeordnete Geraldine Smith am Samstag dem Rundrunksender BBC. Der sicherheitspolitische Sprecher der Konservativen Partei, Andrew Mercer, sagte, die Regierung solle endlich deutlich machen, «in welche Richtung unsere Politik im Irak geht und was die Mission unserer Truppen im Irak ist». Nick Harvey von der Liberaldemokratischen Partei forderte «eine klare Exit-Strategie» für den Einsatz im Irak.

Bei dem Absturz kamen vier britische Soldaten ums Leben. Anschliessend kam es zu Zusammenstössen zwischen britischen Soldaten und bewaffneten Schiiten, bei denen fünf Einwohner von Basra ums Leben kamen, darunter ein Kind. Nach einer Umfrage der Tageszeitung «Daily Telegraph» unterstützen nur noch 33 Prozent den Einsatz der britischen Truppen im Irak, während 57 Prozent dies für falsch halten. (dapd)

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