Blair will Guantanamo schliessen
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Blair will Guantanamo schliessen

«Guantanamo ist eine Anomalie, die zu einem bestimmten Punkt zu Ende gebracht werden muss», sagte Blair vor einem Unterhausausschuss.

Der britische Premierminister Tony Blair hat sich für eine Schliessung des amerikanischen Gefangenenlagers Guantanamo ausgesprochen. Die Haftbedingungen in dem Lager am Ostende von Kuba und die bisherige Ablehnung eines Rechtsbeistands für die Gefangenen werden vor allem von Menschenrechtsorganisationen verurteilt.

Blair bestätigte, dass er US-Präsident George W. Bush persönlich um die Freilassung von vier in Guantanamo inhaftierten britischen Staatsbürgern gebeten habe. Die Regierung in Washington verlangt jedoch Garantien, dass die Männer keine Bedrohung mehr darstellen. Fünf weitere Briten waren bereits im März freigekommen.

Bei den noch auf Kuba festgehaltenen Briten handelt es sich um den 36-jährigen Moazzam Begg, die beiden 23 Jahre alten Feroz Abbasi und Richard Belmar sowie um den 29-jährigen Martin Mubanga. Begg und Abbasi sollen sich wahrscheinlich vor einer Militärkommission verantworten. Der britische Generalstaatsanwalt Lord Goldsmith hat erklärt, dass diese Kommission der US-Streitkräfte kein Verfahren nach internationalen Standards garantieren könne. (dapd)

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