Blairs Labour verliert an Boden

Aktualisiert

Blairs Labour verliert an Boden

Der britische Premierminister Tony Blair verliert mit seiner Politik immer weiter Rückhalt in der Bevölkerung.

In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage sprachen sich nur 32 Prozent der Befragten für Blairs Labour Party aus, das ist ein Minus von sieben Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Vor allem seit dem Irak-Krieg hat Labour deutlich an Boden verloren. Auf einer Pressekonferenz betonte der Regierungschef jedoch, Grossbritannien werde sich so lange im Irak engagieren, «bis das zu Ende gebracht ist».

Es gehe darum, der irakischen Bevölkerung und der Regierung bei der Durchführung freier Wahlen zu helfen, sagte Blair: «Oder wollen wir zulassen, dass ihre Angelegenheiten von einer Bande Terroristen bestimmt werden?» Auf die Frage, ob er Fehler bei der Vorbereitung des Irak-Kriegs eingestehe, antwortete Blair, im Nachhinein könne man immer etwas finden, das besser gemacht hätte werden können.

Er glaube noch immer daran, dass eine Wiederbelebung der Mehrparteienregierung in Nordirland möglich sei, sagte Blair weiter. Bei den für kommende Woche geplanten Gesprächen könne eine Einigung gefunden werden. Blair und der irische Ministerpräsident Bertie Ahern fordern eine Entscheidung über die Wiederaufnahme der gemischt-konfessionellen Regierung noch innerhalb dieses Monats. Von 16. bis 18. September sind weitere Verhandlungen in Leeds Castle nahe London geplant.

In der Umfrage des Populus-Instituts erreichten die oppositionellen Konservativen mit 30 Prozent fast den gleichen Zustimmungswert wie Labour. Die Liberaldemokraten kamen auf 26 Prozent. Für die Erhebung wurden zwischen dem 3. und 5. September 1.009 Briten befragt, die Fehlerquote wurde mit drei Prozentpunkten angegeben. (dapd)

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