Aktualisiert 09.12.2008 07:59

TorjägerBlaise Nkufo jagt historischen Rekord

Der Schweizer Nationalstürmer kann sich bei Twente Enschede noch diese Saison einen Eintrag in die Geschichtsbücher sichern. Nach seinen beiden Treffern am Wochenende fehlt dem Stürmer nicht mehr viel dazu.

von
Herbie Egli

Am vergangenen Wochenende tauchte der Name Blaise Nkufo beim 6:2-Sieg von Twente Enschede gegen Sparta schon wieder zwei Mal in der Torschützenliste auf. Es waren seine Treffer 92 und 93 für den holländischen Spitzenverein. Trifft er weiterhin so zuverlässig, dann wird er der erfolgreichste Torschütze in der 43-jährigen Geschichte des holländischen Fussballvereins. Im Moment fehlen Blaise Nkufo noch elf Tore dazu.

Noch elf Tore vom Vereinsrekord entfernt

Erfolgreichster Torschütze für Twente Enschede war bis jetzt Jan Jeuring. Der Stürmer mit Jahrgang 1947 traf in den Jahren 1966 bis 1976 104 Mal. Er brauchte dafür 327 Meisterschaftsspiele.

Blaise Nkufo kann den Vereinsrekord in bedeutend weniger Spielen erreichen. 174 Mal trug der gebürtige Kongolese das Twente-Trikot bis jetzt und schoss 93 Tore. Wenn er mit seiner Torausbeute an die letzten beiden Saisons anknüpft, wird er den Rekord sogar diese Saison schon brechen. Sieben Treffer hat er nach 14 Meisterschaftsspielen auf dem Konto - in den letzten beiden Jahren waren es Ende Saison jeweils 22.

Blaise Nkufo spielt nun seit sechs Jahren bei Twente Enschede und war noch jede Saison interner Torschützenkönig. In der Eredivisie belegt er im Moment mit sieben Treffern den sechsten Rang.

Blaise Nkufo und die Nationalmannschaft

Seine Treffsicherheit hat Blaise Nkufo dieses Jahr auch in der Schweizer Nationalmannschaft unter Beweis gestellt. In vier WM-Qualifikationsspielen traf er vier Mal und blühte unter dem neuen Coach Ottmar Hitzfeld richtig auf.

Der Sturmtank erlebte aber auch schon düstere Zeiten in der Nationalmannschaft. Nach nur sieben Einsätzen trat er 2002 zurück, weil er sich missverstanden fühlte und einen Zusammenhang mit seiner Hautfarbe vermutete. Für die Heim-EM wurde er von Ex-Coach Köbi Kuhn aber wieder aufgeboten.

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