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Blanchett: «Kein Interesse an jungen Männern»

Heute Abend feiert das Gefühlsdrama «Notes on a Scandal» seine Premiere an der Berlinale. 20 Minuten sprach vorab mit der Hauptdarstellerin Cate Blanchett, die sich als Lehrerin Sheba mit einem ihrer minderjährigen Schüler einlässt.

Was hat Sie an dieser Geschichte gereizt?

Cate Blanchett: Ich mag den schwarzen Humor, mit dem die Story erzählt wird. Sheba ist für mich wie eine Art weiblicher Peter Pan. Sie ist nie erwachsen geworden und erst am Schluss bereit, sich weiterzuentwickeln.

War es schwierig, sich in Sheba hineinzufühlen?

Blanchett: Nun, als Schauspielerin interessieren mich Figuren nicht gross, die so denken wie ich. Ich habe Mütter gespielt, bevor ich Kinder hatte. Und man muss ja niemanden ermordet haben, um einen Mörder zu spielen. Ich könnte mein Leben nie so über den Haufen werfen wie Sheba. Und ich habe kein Interesse an jüngeren Männern.

Aber können Sie zumindest nachvollziehen, dass sich eine ältere Frau in einen Jungen verliebt?

Blanchett: Sollte ich erfahren, dass mein Teenie-Sohn im Zeichenzimmer mit seiner Kunstlehrerin schläft, dann würde ich dort mit einem Messer auftauchen. Sie ist erwachsen, und er ist ihr Schüler. Als Lehrerin hat man berufsbedingt eine grosse Verantwortung.

Mit welchen Regisseuren würden Sie gerne wieder zusammenarbeiten?

Blanchett: Sam Raimi, Martin Scorsese, Ang Lee, Peter Weir … Aber letztlich geht es um gute Rollen und darum, ob ich sie wegen meiner Kinder annehmen kann.

Schlussfrage: Waren Sie eine gute Schülerin?

Blanchett: (Lacht) Nein.

Mohan Mani

Schweizer Kinostart: 22. Februar 2007

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