Blatter: «Bringt Zidane/Materazzi auf eine Gefängnisinsel»
Aktualisiert

Blatter: «Bringt Zidane/Materazzi auf eine Gefängnisinsel»

Die Geschichten um Zinedine Zidanes Tätlichkeit im WM-Finale gegen Marco Materazzi nehmen kein Ende: Derweil der Italiener dem Franzosen ein Versöhnungsangebot unterbreitet hat, nervt sich Fifa-Präsident Sepp Blatter über die Kopfstoss-Saga.

Der 33-jährige Marco Materazzi (Inter Mailand) hat dem zurückgetretenen Zinedine Zidane (34) zur Versöhnung zu sich nach Hause eingeladen - ohne allerdings eine Antwort zu erhalten. Zidane selbst scheint kein Interesse daran zu haben, seinen «Intimfeind» zu treffen. «Ich gebe ihm gern meine Privatadresse, wo wir uns treffen können», so das Angebot Materazzis, «ich entschuldige mich dann auch bei seiner Schwester.» Der Italiener hatte im WM-Final Zidanes Schwester beleidigt, was zur folgenschweren Attacke und der Roten Karte für Zidane führte.

Fifa-Boss Sepp Blatter (70) nervt sich mittlerweile über die nicht enden wollenden Diskussionen über den Kopfstoss. Der Schweizer wünscht sich ein Ende dieses Thema - und bringt gegenüber Bild.de einen «Fußball-Friedensgipfel» ins Spiel: «Man könnte die beiden auf eine Gefängnisinsel in Südafrika bringen, wo auch schon Nelson Mandela festgehalten wurde. Dann hätte diese unsägliche Geschichte endlich ein Ende.» Wie ernst diese Idee tatsächlich gemeint ist, ließ Blatter aber offen.

Diesen ungewöhnlichen Vorschlag hatte zuvor ein südafrikanischer Geschäftsmann, der einst selbst wie auch Mandela zu Apartheid-Zeiten auf Robben Island vor Kapstadt gefangen gehalten worden war, dem FIFA-Präsidenten unterbreitet. Die Insel dient heute als eine Erinnerungsstätte und steht auch auf der Liste des Weltkulturerbes der Vereinten Nationen (UN).

(mat)

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