Reaktionen zur Fifa-Wahl: Blatter lobt Nachfolger in höchsten Tönen
Aktualisiert

Reaktionen zur Fifa-WahlBlatter lobt Nachfolger in höchsten Tönen

Der Vorgänger von Gianni Infantino glaubt daran, dass dieser die Fifa stabilisieren könne. Auch aus anderen Ländern erhält der neue Präsident Zuspruch.

1 / 14
Machtkämpfe: Fifa-Präsident Gianni Infantino (r.) ist kurz nach seinem Amtsantritt bereits umstritten. (Mai 2016)

Machtkämpfe: Fifa-Präsident Gianni Infantino (r.) ist kurz nach seinem Amtsantritt bereits umstritten. (Mai 2016)

AP/Ivan Sekretarev
Der neue Mann an der Spitze der Fifa: Der Walliser Gianni Infantino macht das Rennen um die Nachfolge Sepp Blatters. Er erreicht im zweiten Wahlgang das einfache Mehr mit 115 der 207 Stimmen.

Der neue Mann an der Spitze der Fifa: Der Walliser Gianni Infantino macht das Rennen um die Nachfolge Sepp Blatters. Er erreicht im zweiten Wahlgang das einfache Mehr mit 115 der 207 Stimmen.

FreshFocus/Steffen Schmidt
Mitfavorit Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain vereint 88 Stimmen auf sich.

Mitfavorit Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain vereint 88 Stimmen auf sich.

AP/Patrick B. Kraemer

«Ich gratuliere Gianni Infantino aufrichtig und herzlich zur Wahl als neuer Präsident», teilte Blatter mit – und erinnerte den 45-jährigen Walliser an die bevorstehenden Aufgaben. «Mit dem beschlossenen Reformpaket sind die Ansprüche an ihn hoch. Denn die Umsetzung der Neuerungen ist eine grosse Herausforderung. Ich bin aber überzeugt, dass mein Nachfolger diesen gewachsen ist. Mit seiner Erfahrung, Fachkenntnis, dem strategischen und diplomatischen Geschick bringt er alle Eigenschaften mit, meine Arbeit weiterzuführen und die Fifa wieder zu stabilisieren. Ich wünsche ihm dafür viel Glück und Erfolg», so Blatter.

Weitere Reaktionen:

Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (einer der unterlegenen Gegner im zweiten Wahlgang, Präsident des asiatischen Verbandes AFC): «Die neue Fifa muss integrativer sein und die Unterschiede im Weltfussball reflektieren. Ich vertraue Gianni Infantino, dass er die Führungskraft hat, dies zu erreichen und die dringend benötigten Reformen umzusetzen. Die AFC freut sich darauf, mit der neuen FIFA und ihren neuen Präsidenten zusammenzuarbeiten, um die Fussball-Regierung zu reformieren und die Glaubwürdigkeit des Fussballs weltweit wiederherzustellen.»

Guy Parmelin (Bundesrat, Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport): «Ich wünsche Gianni Infantino für die anspruchsvolle Aufgabe alles Gute. Ich hoffe, dass die juristischen Probleme der Fifa unter der neuen Führung rasch geklärt werden, mehr Transparenz einkehrt und der Fussball künftig wieder im Vordergrund steht.»

Karl-Heinz Rummenigge (im Namen der Clubvereinigung ECA): «Wir erwarten eine transparente, demokratische und fruchtbare Zusammenarbeit zum Wohl des Fussballs.»

Rainer Koch (DFB-Interimspräsident): «Wir sind froh und erleichtert, dass Gianni Infantino gewonnen hat und der europäische Fussball weiter starken Einfluss nehmen kann. Zusammen mit dem Reformpaket macht das Mut und gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Aber es gibt viel zu tun.»

Noël Le Graët (Präsident des französischen Verbandes): «Gianni Infantino und die neue Regierung markieren eine neue Ära für die Fifa, die wieder auf eine bessere Basis zurückkehren und den Fussball ins Zentrum seiner Arbeit stellen muss. Ich bin sicher, dass Gianni der richtige Mann für diese Situation ist. Er ist ein Macher, der die Interessen aller Verbände, ob grosser oder kleiner, wieder in Einklang bringen kann.»

Greg Dyke (Präsident des britischen Verbandes): «Es ist ein gutes Reformpaket. Zwar laufen noch strafrechtliche Ermittlungen, aber nun kann man einen Schlussstrich ziehen. Was uns Sorgen gemacht hat, war, dass man nicht sehen konnte, dass sich die Kultur dieser Organisation wandelt. Jetzt, nach heute, gibt es einen Wandel.»

Witali Mutko (russischer Sportminister): «Er hat grosse Erfahrung in der Arbeit mit dem Fussball, er kennt den Fussball und könnte mit Unterstützung aller Länder natürlich Ruhe in die Situation um die Fifa bringen.» (sda)

Deine Meinung